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Gemeinde Kall

Wohnraum gesucht

Gemeinde Kall sucht dringend Unterkünfte für Schutzsuchende – Menschen fliehen vor russischem Angriffskrieg in der Ukraine – Angebote, Hinweise und Ideen willkommen

Kall – Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat auch auf uns in Kall Auswirkungen. Neben den schrecklichen Bildern im Fernsehen und der Energiekrise etwa wird der Krieg auch ganz unmittelbar erfahrbar, und zwar anhand der zahlreichen bei uns schutzsuchenden Menschen. „Im Moment leben in Kall 315 Menschen mit Fluchthintergrund, sie kommen aus 23 verschiedenen Ländern. Ein Großteil von ihnen, aktuell 105 Personen, sind vor dem Krieg in der Ukraine geflohen“, berichtet der Integrationsbeauftragte Paul Neufeld. Dabei, so ergänzt er, handele es sich häufig um Frauen und Kinder.

Gemeinsam mit seiner Kollegin Julia Rudak, die wie er auch Russisch spricht, nimmt Neufeld die Geflüchteten, die zumeist aus Zentralen Unterkunftseinrichtungen (ZUE) kommen, in Kall in Empfang. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit ist die Gemeinde Hellenthal für die Fallbearbeitung im Sinne des Asylbewerberleistungsgesetzes zuständig, daher müssen die Menschen sich zunächst dort anmelden. „Anschließend bringen wir die Neuankömmlinge in ihre Unterkunft“, so Neufeld, „und begleiten sie bei Bedarf bei den ersten Behördengängen sowie wichtigem Schriftverehr.“ 

Bei der Wahl der Unterkunft hat Neufeld, der auch für das Wohnraumanagement zuständig ist, einiges zu beachten. Je nachdem, ob einzelne Personen oder Familien, Männer oder nur Frauen mit Kindern kommen, sind die schutzsuchenden adäquat und sicher unterzubringen. Auch die Einrichtung ist in Zusammenarbeit mit dem gemeindlichen Bauhof anzupassen, etwa, wenn Kinderbetten benötigt werden. 

Wie auch nahezu alle anderen Kommunen, kommt die Gemeinde Kall dabei allmählich an ihre Grenzen und sucht dringend weiteren Wohnraum. Bürgermeister Hermann-Josef Esser appelliert an die Kallerinnen und Kaller: „Wir sind auf Ihre Hinweise angewiesen - bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Wohnraum zur Verfügung stellen können.“ Dabei könne es sich sowohl um Mietwohnungen oder -zimmer als auch um Kaufobjekte handeln. Esser: „Wenn Sie nicht sicher sind, ob ein Angebot für uns passen könnte, machen wir uns gerne vor Ort selbst ein Bild.“ Kall habe bereits bei der Aufnahme von Schutzsuchenden 2015/16 bewiesen, so der Bürgermeister, dass mit Solidarität alles zu schaffen sei, „darauf hoffen wir auch jetzt“. 

Angebote, Hinweise und Ideen nimmt Julia Rudak montags bis donnerstags gerne entgegen unter Tel. 02441-888-68 oder per Email an  jrudakkallde

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  • Rainer Sturm / www.pixelio.de