Presseinfos 2. Halbj. 2019





Seit mehr als 15 Jahren engagiert sich Elke Böhme ehrenamtlich in der Beratung von Mobbingopfern. Dafür zeichnete Landrat Günter Rosenke sie jetzt im Namen des Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande aus. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung EU/pp/Agentur ProfiPress

Bundesverdienstkreuz für Elke Böhme

Seit über 15 Jahren berät die Kallerin Menschen, die gemobbt werden

 

Kall - „Frage nicht, was der Staat für dich tut. Frage, was du für den Staat tun kannst.“ Mit einem der berühmtesten Sätze des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy begann Landrat Günter Rosenke seine Laudatio auf Elke Böhme.

Die Kallerin gehört zu den Menschen, die sich in hohem Maße ehrenamtlich für unsere Gesellschaft engagieren – „und das in einem Bereich, der besonders viel Einfühlungsvermögen und Verständnis benötigt“, so Rosenke.

Elke Böhme hilft Mobbing-Opfern. Dafür hat der Euskirchener Landrat ihr im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das „Verdienstkreuz am Bande“ überreicht.

 

1,6 Millionen Mobbingopfer

 

Aktuellen Schätzungen zufolge leiden etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland darunter, dass sie an ihrem Arbeitsplatz feindselig behandelt, gedemütigt und ausgegrenzt werden. Menschen, die von Mobbing betroffen sind, werden gezielt von anderen angegriffen und gedemütigt, um sie sozial zu isolieren. Auch viele junge Menschen, viele Schüler, haben darunter zu leiden.

Elke Böhme hat früh erkannt, dass man diese Menschen in ihrer Not nicht alleine lassen darf. Nach einer Weiterbildung zur ehrenamtlichen Beraterin berät sie seit mehr als 15 Jahren Mobbing-Opfer. In vielen Gesprächen vermittelt Elke Böhme den Hilfesuchenden Wertschätzung und Hoffnung in einer für viele oft dramatischen Lebenslage.

Mindestens zwei Stunden pro Woche stellt sie seit Jahren ihre Dienste zur Verfügung. Manchmal finden im Anschluss an die Telefonate noch persönliche Gespräche in einem Büro der Regionalgruppe statt. In Ausnahmefällen zieht sich ein Beratungs- und Begleitungsprozess sogar über ein ganzes Jahr hin. Aktuell vertritt sie die Mobbing-Kontaktstelle auch auf Landesebene und ist stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Mobbing-Kontakt-Stelle des Bistums Aachen.

 

Schicksal anderer nicht gleichgültig

 

Landrat Rosenke lobte: „Wir brauchen Menschen, die sehen, was Not tut und dann selbst aktiv werden. Wir brauchen Menschen, denen das Schicksal ihrer Mitmenschen nicht gleichgültig ist und die sich für andere einsetzen. Wir brauchen Menschen wie Elke Böhme.“

Vor zahlreichen Gästen dankte Elke Böhme für die Auszeichnung, die sie sehr gerne annehme. Noch gut erinnert sie sich an jenen Moment, mit dem alles begann. Auslöser war eine Anzeige in der Tageszeitung, in der ehrenamtliche Helfer für das Mobbing-Telefon gesucht wurden. „Drei Sekunden habe ich überlegt, nach fünf Sekunden habe ich angerufen – und mein Leben veränderte sich“, so die Kallerin.

Bis heute habe sie diese Entscheidung nicht bereut. „Ein besonderes Highlight ist ein Telefonat dann, wenn der Anrufer bzw. die Anruferin am Ende auch wieder lachen kann.“ Das gelingt natürlich nicht in jedem Fall, aber: „Wenn der Betroffene sich helfen lassen will, kann er auf meine Unterstützung zählen.“

Die Mobbingberatungsstelle erreicht man unter Telefon 02441 / 77 62 50 oder 0800 / 182 0 182.

pp/Agentur ProfiPress


Das nächste Begegnungscafé findet am Donnerstag, 18. Juli, von 16 bis 18 Uhr im Haus der Begegnung statt. Archivfoto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Begegnungscafé: Kinder erwünscht

Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall für Unterstützer und alle Interessierten am Donnerstag, 18. Juli, von 16 bis 18 Uhr im Haus der Begegnung

Kall – Das nächste Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall findet am Donnerstag, 18. Juli, von 16 bis 18 Uhr im Haus der Begegnung (Bahnhofstraße 11) statt. Willkommen sind alle Interessierten. Egal, ob sie sich auch für eine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe oder einfach nur die Begegnung mit den Menschen, ihren Geschichten und Kulturen interessieren. Da das Begegnungscafé diesmal in den Sommerferien stattfindet, freut sich die Flüchtlingshilfe Kall, wenn die Besucher ihre Kinder mitbringen.

Das Flüchtlingscafé in Kall ist dank des großen Zuspruchs eine feste Institution in der Kaller Flüchtlingsarbeit geworden. Kontakte zwischen Kaller Bürgern und den „neuen Nachbarn“ werden geknüpft. Gleichzeitig ist das Flüchtlingscafé ein Ort, an dem sich die teils in Kaller Außenorten untergebrachten Flüchtlinge untereinander treffen und sich die ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingshilfe vernetzen können.

Weitere Infos zur Flüchtlingshilfe der Gemeinde Kall gibt es unter www.fluechtlingshilfe-kall.de.

pp/Agentur ProfiPress


Ortsvorsteher Hans Reiff überbrachte Elisabeth Friedrichs 40 Rosen – für jedes Leitungsjahr in Scheven eine. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Abschied von „Frau Fritte“

Elisabeth Friedrichs ist nach 40 Jahren als Leiterin des Kindergartens Scheven in den Ruhestand gegangen – Großes Fest im Dorfsaal mit vielen Gästen Kall-Scheven – Im Kindergarten in Scheven geht eine Ära zu Ende. „Frau Fritte“, wie Elisabeth Friedrichs von den Kindern liebevoll genannt wird, ist nach 40 Jahren als Leiterin und nach 44 Berufsjahren in den Ruhestand gegangen. Wenn man grob rechnet, dürfte sie jeder Unter-45-Jährige, der aus Scheven, Dottel, Wallenthal und Wallenthalerhöhe stammt, kennen. 250 Kinder, so schätzt Elisabeth Friedrichs, habe sie in den 40 Jahren begleiten dürfen. Und tatsächlich marschierte bei der Überraschungsfeier, die kürzlich im Schevener Dorfsaal stattfand, aus jedem der 40 Jahrgänge mindestens ein ehemaliges Kindergartenkind mit einem Schild in den Saal und begrüßte die zu Ehrende. Und natürlich hatten sich das Team und die Kinder einiges einfallen lassen. Unter anderem spielten die Kleinen die Geschichte vom Grüffelo mit tollen Kostümen nach. Auch die Erzieherinnen durften sich auf der Bühne austoben. Und die Kinder brachten der sichtlich bewegten Elisabeth Friedrichs reichlich Geschenke zum Abschied. Zwei Väter trugen auf die scheidende Kita-Leiterin umgedichtete Queen-Songs vor. „Ich war total überwältigt als ich den Dorfsaal betreten habe und die Menge der Leute sah, die sich eingefunden hatte“, sagte Friedrichs. Kinder mit ihren Eltern, die zum Teil auch Friedrichs Kindergartenkinder waren, Großeltern und viele Ehemalige waren gekommen. Einige der Ehemaligen, die „Fünkchen“, hatten sogar für die Feier einen Tanz einstudiert. Geahnt, dass etwas im Busch war, hatte Elisabeth Friedrichs schon. „Schon seit Wochen und Monaten wird getuschelt, aber selbst die Kinder haben dichtgehalten und nichts verraten“, sagte sie. „Du hast 40 Jahre lang den Kindergarten geprägt und den Kindern eine große Grundlage fürs Leben gegeben“, sagte Ortsvorsteher Hans Reiff und gab zu: „Als du vor 40 Jahren hier angefangen hast, wusste ich noch nicht mal, dass es Scheven gibt!“ Reiff überbrachte den Dank der 932 Einwohner aus den insgesamt vier Ortschaften seines Bezirks und hofft, Elisabeth Friedrichs noch oft in Scheven und im Kindergarten begrüßen zu dürfen. Am 1. März 1979 hatte Elisabeth Friedrichs die Leitung im Kindergarten Scheven übernommen. Zuletzt betreute sie mit vier Kolleginnen in Teilzeit 22 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Ab Herbst, nach dem Umbau der Einrichtung, wird die Zahl auf 43 Kinder, darunter neun U3-Kinder, in zwei Gruppen steigen. „Es war ein wunderbares Fest und ich war sehr gerührt von der Abschiedsfeier. Sie hat mir und meinem Team wieder einmal gezeigt, welche Wertschätzung wir genießen, insbesondere in den Orten Scheven, Wallenthal, Wallenthalerhöhe und Dottel“, sagte Elisabeth Friedrichs. pp/Agentur ProfiPress

Aufsichtsrätin Birgit Wolff (v.l.) mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der GenoEifel eG, Manfred Poth, sowie den Vorständen Malte Duisberg und Richard Wolf. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

GenoEifel vervierfacht Helferstunden

Dritte Generalversammlung der Generationengenossenschaft in Kall – Mittlerweile 314 Mitglieder – Erweiterung nach Nordwesten angelaufen – Veränderungen im Aufsichtsrat Kall – Bei der jüngsten Generalversammlung der GenoEifel haben sich besonders im Aufsichtsrat der Generationengenossenschaft einige Änderungen ergeben. Wolfgang Merten, Claudia Weishaupt und Rita Wieland-Ecker sind ausgeschieden. „Diese drei Personen haben sich zum Teil bereits seit Beginn der ersten Überlegungen zur GenoEifel im Jahr 2013 engagiert, also bereits lange vor der Gründung im Sommer 2017“, erklärte Vorstandssprecher Malte Duisberg, „nun treten sie einen Schritt zurück, werden aber auch weiterhin im Hintergrund unterstützend für die Generationengenossenschaft aktiv sein.“ Bislang wurde nur einer dieser drei vakanten Posten neu besetzt. Die knapp 40 anwesenden Mitglieder der Genossenschaft wählten im Haus der Begegnung in Kall, wo sich auch das feste Büro der GenoEifel befindet, Ute Stolz aus Kall neu in den Aufsichtsrat. Die beiden restlichen Aufsichtsratsposition wurden bewusst freigehalten für Menschen aus dem Bereich der Leader-Region Eifel außerhalb des Kreises Euskirchen. Momentan dehnt sich die GenoEifel nämlich nach Simmerath, Monschau, Roetgen und Stolberg aus. Komplettiert wird der Aufsichtsrat von dessen Vorsitzendem Manfred Poth (allgemeiner Vertreter des Euskirchener Landrats), Hans Reiff und Birgit Wolff. Reiff wurde bei der Generalversammlung einstimmig wiedergewählt. Eine der Hauptaufgaben von Vorstand Malte Duisberg und Richard Wolf sowie dem Aufsichtsrat wird besonders die Vorbereitung der Zeit nach der Leader-Förderung sein, die 2022 endet. Mittlerweile hat die Generationengenossenschaft 314 Mitglieder – und zwar nicht nur Privatpersonen, sondern auch Kommunen und Institutionen. Zuletzt sind die Caritas Schleiden und Euskirchen sowie die evangelische Kirchengemeinde Roggendorf der GenoEifel beigetreten. Die GenoEifel wird zur bekannten Marke Weil die GenoEifel eine „lernende Genossenschaft“ ist, wie Duisberg es ausdrückt, dreht sie auch permanent an den Stellschrauben. Dazu gehört, dass die Mitglieder eigene Themen und Arbeitsfelder einbringen. „Keine Idee ist kurios oder ungewöhnlich. Bringen Sie sie ein, und wir gucken, was wir daraus machen.“ Zu den vom Vorstand aufgeführten Aktivitäten gehörten auch drei WDR-Beiträge in Köln und Aachen. Dort wurden erfolgreiche Hilfe-Helfer-Geschichten erzählt, die nicht nur im Fernsehen, sondern auch beim Radio, bei Ausstellungen, Auftakt- und Informationsveranstaltungen gerne vorgestellt werden. Die Genossenschaft, die bisher größtenteils auf die Hilfe für ältere Leute beschränkt war, hat sich in diesem Jahr für junge Familien geöffnet und bietet nun auch geschulte Babysitterinnen und Leih-Großeltern an. „Eine Geno-Hilfe für alleinerziehende Mütter und junge Familien, deren Großeltern weiter weg wohnen, wird vielerorts gewünscht“, so Duisberg. Die Helferstunden haben sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht. Damit geht das Konzept der GenoEifel immer mehr auf. Die erste Schüchternheit und Zurückhaltung der Hilfesuchenden seien überwunden, findet Koordinatorin Corinne Rasky. Dies geht auf das solide Konstrukt zurück – und natürlich auch die sehr gute Arbeit der Vermittlungsstelle im Haus der Begegnung. Klar ist: Die GenoEifel wird immer mehr zu einer Marke, die man in der Eifel und darüber hinaus kennt. pp/Agentur ProfiPress

Zwei Arbeitstiere und professionelle Wirte: Marietta und Josef Metternich haben 45 Jahre lang zusammen als Gastgeber in der Gastronomie gearbeitet. Der Abschied vom Beruf fällt ihnen nicht leicht. „Schneiders Eck“ in Kall-Urft übergaben sie an eine frühere Mitarbeiterin. Foto: Tim Nolden/WochenSpiegel/pp/Agentur ProfiPress

Wirt sein war ihre Passion

Nach 45 Jahren Rückzug vom Zapfhahn: Eheleute Marietta und „Jupp“ Metternich mit dem zweiten Anlauf im wohlverdienten Ruhestand – Mit dem „Eifeler Hof“ in Roggendorf fing alles an – Aufstieg in die „Kölsch“-Kneipenszene Nähe Neumarkt – Letzte Station war „Schneiders Eck“ in Kall-Urft

 

Kall-Urft/Mechernich – Professioneller Gastgeber ist man und lebt man oder wird nie einer… Zwei Gastronomen, die diesen hohen Maßstab erfüllt haben, das Wirtsehepaar Marietta und Josef Metternich, beendet die Karriere am Zapfhahn.

 

Im Januar 1974 übernahmen Josef und Marietta Metternich ihr erstes Gasthaus, den Eifeler Hof in Roggendorf. Im zur Stadt Mechernich gehörenden Straßendorf mit den beiden Kirchen, katholisch und evangelisch, war „Jupp“ geboren und aufgewachsen. Jetzt, im Jahre 2019, übergaben die Eheleute Metternich ihr letztes Lokal, „Schneiders Eck“ in Kall-Urft, an die Nachfolgerin.

 

„Ich habe damals das Hobby zum Beruf gemacht“, verriet Josef dem Redakteur Tim Nolden vom Schleidener Wochenspiegel über die erste eigene Gastronomie. Metternichs Mutter arbeitete als Kellnerin und auch „Jupp“ Metternich half als Ober im Eifeler Hof aus. Ein Job, der ihm schon damals großen Spaß machte. „Ich habe immer gesagt, ich darf arbeiten gehen“, verriet er im Interview. Untätigkeit sei seine Sache nicht.

 

Das gilt im gleichen und vollen Umfang auch für Metternichs Gattin Marietta, eine geborene Schoeller und Tochter des früheren Mechernicher Stadtbrandmeisters Jean Schoeller. In der elterlichen Bäckerei und in mehreren Läden des Bleibuirer Familienbetriebs war es Marietta von Jugend Beinen an gewöhnt, ständig und ordentlich anzupacken.

 

Im November 1980 konnten sich die beiden einen großen Traum erfüllen und eine Gaststätte in Köln übernehmen. Ein mutiger Schritt - schließlich lief die Gaststätte in Roggendorf gut. Aber: Kölsch sozusagen an seiner Quelle in der Dom- und Bierstadt zu zapfen und zu verkaufen, das klang schon sehr verlockend. Und war es auch, wie das Gastronomen-Ehepaar bekennt: „Wenn das Schicksal einem so eine Chance bietet, dann muss man zugreifen!“

 

„OB“ Burger an der Theke

 

„Aus dieser Zeit könnte man ein Buch schreiben“, erzählt Marietta Metternich. Viel hat sie erlebt im „Thiebolds Eck“ in der Nähe des Neumarktes. Die Kneipe ist in Köln bekannt und auch Josef Metternich ist den Gästen in guter Erinnerung geblieben. Ob der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Norbert Burger, die Profi-„Haie“ des KEC oder die Männer von der Müllabfuhr – jeder durfte an seiner Theke in Ruhe sein Bier trinken.

 

„Darauf hat er immer Wert gelegt“, betont Marietta Metternich. Wenn jemand mit dem Bürgermeister über politische Themen diskutieren wollte, ging Josef Metternich dazwischen - an seiner Theke hatte jeder seine Auszeit, auch der „OB“.

„Es war wie eine große Familie“ erzählten Marietta und Josef Metternich dem Redakteur Tim Nolden. Ihr Credo lautete: „Man muss für die Leute da sein, stets ein offenes Ohr haben. Dafür muss man die

Menschen mögen, sonst funktioniert das nicht. Und zwar auch dann, wenn sie mal schlecht drauf sind!“

 

Das gelte sowohl für die „Alten“, lang eingesessenes Stammpublikum, als auch für die Neuen und Jungen, die sich in einer guten Kölner Kneipe wie der ihren selbstverständlich unter die Gäste mischen. „Die jungen Leute sind in Ordnung“, betont der Kneipier, der für sich in Anspruch nimmt, auch mal ein strenges Wort zu sagen. „Die kriegen bei mir nur einen Schnaps und dann ist Schluss - aber sie kommen wieder“, verriet er dem Mechernicher Bürgerbrief.

 

Die Metternichs seien keine Gastwirte, denen es nur darauf ankomme, an ihren Gästen zu verdienen, so Tim Nolden: Die Gemeinsamkeit und der gegenseitige Respekt seien für sie ebenso Lohn.

 

Zum zweiten Mal in Ruhestand

 

Zu Gastwirt „Jupp“ Metternichs eisernen Regeln gehörte auch, dass er selbst keinen Alkohol anrührte. „Sonst kann man das überhaupt nicht schaffen“, betont er. Schließlich stand er bis zu 15 Stunden täglich hinter der Theke.

„Thiebolds Eck“ in „Kölle“ musste Josef Metternich seinerzeit wegen Krankheit aufgeben und kehrte dann an den Mechernicher Bleiberg zurück, wo seine Frau und er wieder eine schnell ausgezeichnet laufende Kneipe im Kernort eröffneten.

 

Irgendwann kam der Tag, an dem arbeitende Menschen meinen, sie müssten in den Ruhestand treten. Bei Marietta und Josef Metternich dauerte das genau sieben Monate, dann hielten sie es nicht mehr aus und übernahmen wieder eine Kneipe im Kurstädtchen Gemünd. Ihnen fehlte die Gemeinschaft mit den Leuten.

 

Der aktuelle Rückzug nun sei aber endgültig, verrieten die in Roggendorf lebenden Gastronomen im Interview. Ihre letzte Station, „Schneiders Eck“ in Urft, übernahm eine frühere Mitarbeiterin. „Wir sind froh, dass die Tradition der Gaststätte fortgeführt wird“, konstatiert Josef Metternich.

 

pp/Agentur ProfiPress


Freude bei der Siegerehrung: Dirk Fesel, Sabine Herr, Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Gesamtsieger Ecki Scholz, Turnierleiter Reiner Züll und Bianca Akkermann (von links). Foto: Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Luisjen-Cup“ ist wieder in Kall

36 Würfelartisten im Saal Gier am Start – „Ecki“ Scholz gewann die sechste Schockermeisterschaft – Siegerehrung durch den Bürgermeister – Spaß stand wieder im Mittelpunkt des Turniers – Pokale, Preise und ein Glücksschwein

Kall – Luisjen Gier hätte ihren Spaß an dem Schocker-Abend gehabt, den der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier zum fünften Mal zur Erinnerung an die ehemalige Kultwirtin veranstaltete. Im Saal der Gaststätte ging es am Freitagabend bei der sechsten Kaller Schockermeisterschaft neben den Pokalen der Gaststätte Gier wieder um den begehrten „Luisjen-Cup“, den der Verein seit der zweiten Meisterschaft im Jahr 2016 ausspielt. Der große Silberpokal erinnert an die Kultwirtin Luise Gier, die in der denkmalgeschützten Gaststätte im Schatten der Pfarrkirche 70 Jahre lang die Gäste bewirtet hat, ehe sie sich nach einem Treppensturz nicht mehr erholte und 1985 im Alter von 86 Jahren verstarb.

Der Tisch mit Pokalen, die am späten Abend von Bürgermeister Hermann-Josef Esser überreicht wurden, war reichlich gedeckt. Ein Wanderpokal, der Damenpreis, fehlte. Das Fehlen hatte allerdings einen traurigen Hintergrund, denn die Vorjahres-Gewinnerin aus Zülpich war verstorben und am Tag des Schocker-Turniers zu Grabe getragen worden. Die Stimmung war einen Augenblick gedrückt, als Turnierleiter Reiner Züll die Spieler über das Ableben der Zülpicherin informierte, die an allen vorherigen Meisterschaften teilgenommen hatte.

Nachdem der Pokal im vergangenen Jahr von dem damaligen Sieger Horst Boltz nach Aachen entführt wurde, bleibt er nun wieder für ein Jahr lang in Kall. Ekkehard „Ecki“ Scholz gewann am Freitag die Meisterschaft. In drei Durchgängen hatte sich Scholz gegen die Konkurrenz von 35 Mitschockern mit 139 Punkten durchgesetzt. Die Plätze zwei und drei belegten Bianca Akkermann aus Kall mit 133, und Dirk Fesel aus Kallmuth mit 129 Punkten.

Mit dem Vorhaben, den Luisjen-Cup wieder mit nach Aachen zu nehmen, waren Horst Boltz und Stefan Kremer aus der Kaiserstadt bei der Meisterschaft angetreten. Doch die Konkurrenz der „Würfelartisten“ aus den Gemeinden Kall, Nettersheim, Dahlem sowie den Städten Zülpich und Mechernich war zu groß.

Vier Stunden tanzten die Würfel

Vier Stunden lang tanzten die Würfel über die neun Spieltische. Verbissen wurde um „General“ (Drei Deutsche), Straße und vor allem um „Schock aus“ gekämpft, für den es jeweils zwei Sonderpunkte gab. In drei Durchgängen mit 15, 12 und 10 Spielen ließen die Spieler die Würfel über die Tische tanzen um möglichst viele Punkte und Schock-Aus-Würfe zu erreichen.

Wird das beliebte und überall bekannte Würfelspiel „Schocken“ in den Eifeler Kneipen meistens nach unterschiedlichen Regeln gespielt, so gilt bei der Kaller Meisterschaft ein bestimmtes und einheitliches Turnier-Reglement. Man darf General und Straße beiwerfen und bereits ausgelegte Würfel wieder für den nächsten Wurf einpacken. Vor allem aber, so Turnierleiter Reiner Züll: „Bei uns steht der Spaß im Mittelpunkt.“

Neben dem von Andreas Gier, dem Enkel der Kultwirtin, gestifteten „Luisjen-Cup“ bekam Turniersieger Ecki Scholz von Bürgermeister Hermann-Josef Esser auch ein kleines, rotes grunzendes Glücksschwein und den Großen Preis des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier überreicht. Beste Dame der Meisterschaft wurde Bianca Akkermann. Dirk Fesel sicherte sich neben dem zweiten Gesamtrang auch den Wanderpokal des Schock-Aus-Königs. 19 Mal hatte der Spieler aus Kallmuth den Volltreffer mit drei Einsen (Schock aus) erzielt.

Bei der Kaller Schockermeisterschaft lohnt es sich sogar, den letzten Platz zu belegen, denn für das Schlusslicht denkt sich Turnierleiter Reiner Züll immer eine besondere Überraschung aus. Nach einer roten Laterne oder einer Goldenen Ananas bei vergangenen Turnieren bekam das jetzige „Schlusslicht“ Sabine Herr das obligatorische Fässchen Bier überreicht und einen Pokal in Form einer Zitrone verliehen.

pp/Agentur ProfiPress


66 Schüler legten im Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg ihr Abitur ab. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

„Unser Leben – ein Mosaik“

Abiturfeier am Hermann-Josef-Kolleg – Zweimal die Bestnote 1,0

Kall-Steinfeld – 66 Schüler haben jetzt am Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld ihr Abitur abgelegt. Wie in jedem Jahr hatte die Abiturientia die feierliche Abiturmesse unter das Motto ihrer Einschulungsmesse am HJK vor acht Jahren gestellt. Pater Paul Cyrys verknüpfte es in seiner Festpredigt unter den verschiedensten Gesichtspunkten mit dem Abiturmotto „Ein Steinfeld uns vom Herzen“, um am Ende festzustellen, dass das Mosaik der Schüler in Steinfeld durch eben diesen Stein vollendet werde, der ihnen jetzt vom Herzen falle.

Schulleiter Thomas Frauenkron lobte in seiner Begrüßungsansprache zur Abiturfeier in der Aula besonders die Offenheit und die positive Ausstrahlung, mit der die diesjährigen Abiturienten die Schule geprägt hätten. Mit zahlreichen humorvollen Anekdoten, Bildern und lobenden Worten ließen anschließend die Abiturientin Nina Klinkhammer und die Tutoren der Jahrgangsstufe, Julia Döpper und Dr. Matthias Dingmann, die vergangenen Jahre Revue passieren. Nach weiteren Grußworten des Schulträgers, des Elternvertreters und der Catena durften die 66 Abiturienten dann endlich unter dem Beifall ihrer Eltern, Geschwister, Großeltern, Lehrer und weiterer Gäste das heiß ersehnte Abiturzeugnis in Empfang nehmen.

Die besten des Jahrgangs waren mit einem Durchschnitt von 1,0 Torben Katala und Ivana Delač sowie mit 1,1 Maik Krall. Ivana Delač wurde auch als beste Philosophin ausgezeichnet, Maik Krall als bester Mathematiker. Der Pater-Jordan-Preis für soziales Engagement wurde an Kristin Heß und Alexander Sterz verliehen, die sich in besonderem Maße um die Belange ihrer Stufe und der Schule gekümmert hatten.

Ihr Abitur in der Tasche haben (einer wollte nicht genannt werden):

Ben Anders, Ruth Arendt, Adrian Braun, Lukas Braunewell, Luisa Bück, Julian Christen, Ivana Delač, Jonas Drehsen, Lisa Marie Dümmer, Diana Duong, Esther Egenter, Tim Ehlen, Szabolcs Eremity, Lara Geist, Max Greuel, Kathrin Grümmer, Luisa Gutsche, Jan Philip Hamacher, Niklas Heinzen, Milena Heiter, Moritz Herzwurm, Christin Heß, Jana Hevartz, Jan Jelen, Kerstin Kanzler, Torben Katala, Julia Keuer, Nina Klinkhammer, Maik Krall, Sven Kremer, Marla Kroll, Yannick Kuckelkorn, Anna-Lena Kühn, Jonas Lohmann, Caroline Mahlberg, Joshua Matzerath, Nicolas Metzele, Charlotta Milz, Kirsten Müllenborn, Greta Müller, Lara Müller, Nora Müller, Caroline Neufeld, Janik Poensgen, Laura Pohl, Celine Pönsgen, Barbara Pützer, Lars Salentin, Lilly Scheven, Maria Schmidt, Julian Schneider, Julia Schnichels, Christof Schramm, Maximilian Schumacher, Leon Schwarzbach, Jonathan Seifert, Sandro Sieber, Matthias Steinbusch, Alexander Sterz, Justine Vollbrecht, Lea Marie Weber, Luisa Weishäupl, Tim Wüllenweber, Lucas Zander, Lubawa Zerbe.

pp/Agentur ProfiPress


VR-Bank-Nordeifel-Vorstand Kai Zinken (4.v.l.) überreichte den Scheck über 40.000 Euro an die Grundschulen im Geschäftsgebiet der Bank. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Erstausstattung für alle I-Dötzchen

VR-Bank Nordeifel eG überreicht den Grundschulen im Geschäftsgebiet insgesamt 40.000 Euro, mit denen Equipment für kommende Erstklässler gekauft wird

Nordeifel/Blankenheim – Die Begeisterung der SchulleiterInnen war nicht zu übersehen, als VR-Bank-Nordeifel-Vorstand Kai Zinken zur symbolischen Scheckübergabe in die „Ahr-Grundschule Blankenheim“ kam. Die VR-Bank Nordeifel spendet erstmalig für alle I-Dötzchen im Geschäftsgebiet 40.000 Euro. Denn – so berichten die SchulleiterInnen – starten schon im ersten Schuljahr Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen in ihre Schullaufbahn.

Damit das in den elf Grundschulen im Geschäftsgebiet der VR-Bank Nordeifel nicht der Fall ist und jedes Kind, zumindest was die Erstausstattung betrifft, die gleichen Startbedingungen vorfindet, hat die Bank 40.000 Euro in die Hand genommen. Jedes der 411 I-Dötzchen, die im Sommer eingeschult werden, erhält so ein einheitliches Equipment.

„Kern des Genossenschaftsprinzip ist die gegenseitige Unterstützung und dass man als Gemeinschaft füreinander einsteht, denn gemeinsam ist man stärker“, sagte Kai Zinken vor den SchulleiterInnen der elf Grundschulen. Mit dieser Förderaktion möchte die VR-Bank in ihrer Heimatregion dazu beitragen, dass es „Chancengleichheit schon für unsere kleinsten Mitmenschen gibt – unsere Kinder“, so Zinken weiter. Die Idee zu dieser Spende kam aus der Mitarbeiterschaft und wurde umgehend vom Vorstand unterstützt.

Nach Absprache mit den Schulen zahlt die VR-Bank Nordeifel 80 Euro pro Kind und rundet den Gesamtbetrag an die Schule auf eine glatte Summe auf. Die Erstausstattung wird je nach Bedarf der Schulen zusammengestellt. Ziel ist es, den Kindern, Eltern und Lehrern den Einstieg in eine neue bedeutsame Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Schulleitungen bedankten sich herzlich bei der VR-Bank Nordeifel im Namen der kommenden Erstklässler für die Ausstattung. „Wir haben uns riesig gefreut – und ganz besonders auch die Eltern der Kinder“, sagte Mirjam Schmitz, Leiterin der Grundschule Dahlem.

„Es gibt kaum was Schöneres, als in leuchtende Kinderaugen zu schauen, denn diese sind Lebensinhalt und Zukunft unserer Gesellschaft. Außerdem freut es auch uns als Hausbank unserer Heimat, wenn wir andere begeistern können – ob groß oder klein“, sagte Vorstandsvorsitzender Mark Heiter im Anschluss der Veranstaltung, mit dem Versprechen, dass die VR-Bank Nordeifel eG auch zukünftig „unsere“ I-Dötzchen fördern wird.

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Beim Familienfest der Hilfsgruppe in Urft traf die WDR-Maus auf Urmel, das Maskottchen der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Besuchern Schatten gespendet

Beim Familienfest im Park des Jugendgästehauses meinte es die Sonne zu gut mit der Hilfsgruppe – Die Kinder hatten trotz der Hitze großen Spaß – Das Kaller Rewe-Center hatte alle verfügbaren Schirme und Pavillons als Sonnenschutz nach Urft geschafft – Für Fußballfans gab es Karten für ein Spiel des 1. FC Köln zu gewinnen – Tolles Bühnenprogramm

Kall-Urft – „Da hat es der Wettergott zu gut mit uns gemeint“, stöhnte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel am Ende des dritten großen Familientages am Sonntag im Park des Jugendgästehauses Dalbenden in Urft. Zwei Tage nach der spektakulären Oldienacht mit Creedence Clearwater Revived wollte sich die Hilfsgruppe mit dem Familienfest bei der Eifeler Bevölkerung für die treue Unterstützung bedanken. Aber das Wetter spielte nicht so ganz mit, denn die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel herunter. Trotzdem besuchten noch relativ viele Familien mit ihren Kindern das Dankeschön-Fest.

Um die tapferen Besucher vor der angekündigten sengenden Hitze zu schützen, hatten die Hilfsgruppe und die Verantwortlichen des Jugendgästehausess für größtmöglichen Sonnenschutz gesorgt. Marktmanager Rudi Hannes vom Kaller Rewe-Center hatte der Hilfsgruppe alle beim Markt verfügbaren Groß-Sonnenschirme und Pavillons zur Verfügung gestellt, die den Besuchern vor der Showbühne und den Akteuren an den zahlreichen Spielständen Schatten spendeten. Das Jugendgästehaus hatte einen seiner Rasensprenger in Gang gesetzt, an dem nicht nur die Kinder eine kalte Dusche nahmen.

Die Kinder erwarteten im Park eine große Spiellandschaft mit Dosenwerfen, Torwandschießen, zwei Hüpfburgen, einem Baustellenspiel, Obstständen, Kindertombola, Kinderschminken und vieles mehr. Glücksräder drehten sich am Info-Stand der Kreissparkasse und an einem Stand des Eifelparks Gondorf.

Viel Spaß hatten die Kids auch mit „Urmel“, dem Maskottchen der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, der WDR-Maus und natürlich mit Kinderliedersänger Uwe Reetz, der stets wie ein Popstar gefeiert wird. Alle Kids kennen seine Lieder und die obligatorische Polonaise, die diesmal wegen der großen Hitze allerdings kurz gehalten wurde.

Eine besondere Attraktion war ein aus dem Jahr 1947 stammendes Spiegel-Hängekarussell, das von einem Mercedes-Oldtimer-Lkw in einem historischen Kirmeswagen von Bocholt aus nach Urft gebracht worden war. Weil das Gespann nur mit maximal 25 km/h fahren darf, war die Schaustellerfamilie für die Fahrt nach Urft fast einen ganzen Tag lang unterwegs gewesen.

Mit dabei waren auch der Kaller Tierschutzverein mit einem Trödelstand und ein Team des Kommunalen Bildung- und Integrationszentrums des Kreises Euskirchen, das Festmoderator Julian Heldt über die Arbeit des Zentrums berichtete.

Viele Preise bei der Tombola

Auch die Erwachsenen fanden Unterhaltung. Die „Kallbachhaie“ waren mit einem Eishockey-Demo-Stand präsent, bei einer großen Tombola gab es unter anderen einen Reisegutschein über 750 Euro, einen Großbildfernseher und eine Waschmaschine als Hauptpreise zu gewinnen. Im Stundentakt wurden die Gewinne gezogen.

Fußballfans hatten am Rewe-Glücksmobil die Möglichkeit, bei einem Schätzspiel Eintrittskarten für ein Heimspiel des 1. FC Köln zu gewinnen. Es galt die Anzahl der kleinen Bälle zu schätzen, die sich in einem runden Glasbehälter befanden. 15 Festbesucher hatten das Glück, je zwei der begehrten Eintrittskarten gewonnen zu haben. Für Kinder hatte das Rewe-Team eine aufblasbare Torwand mit nach Urft gebracht.

Auf der großen Showbühne, wo zwei Tage vorher die Profis zur Oldienacht aufgespielt hatten, wechselten sich mehrere Bands innerhalb des siebenstündigen Programms ab. Moderiert wurde das Showprogramm von dem Sänger und Entertainer Julian Heldt. Die Musikkapelle Kall eröffnete die Veranstaltung mit einem einstündigen Konzert. Auf Uwe Reetz und die Maus folgten die Nachwuchsband TBRT und die Silver Trumpets.

Die Dreiborner „Drums & Pipes“ hatten sich angesichts der sengenden Hitze Marscherleichterung zugesprochen und marschierten ohne Fellmützen und Uniformjacken ein. Erstmals trug der Senior der Dreiborner Schotten, der fast 80-jährige Arthur Steffens, die blaue Fahne, die der Engländer Jimmy Synclair über viele Jahre getragen hat. Willi Greuel wollte von Steffens wissen, wie es Synclair gehe und erfuhr, dass der kleine Brite demnächst seinen 106. Geburtstag feiert.

Kölsche Tön brachten die Lückenfüller auf die Bühne, während die kleine Hilfsgruppen-Sängerin Emely Sarah Conners Song „Wie schön du bist“ zum Besten gab. Gehörig ins Schwitzen geriet auch die Line-Dance-Gruppe „Silverado Dancers“, bevor die James Brass Band unter Leitung von Mike Bartsch einen furiosen Schlusspunkt unter eine sprichwörtlich heiße Veranstaltung setzte. Für das Kurz-Konzert in Urft hatte Bartsch die Jazz-Trompeterin Susanne Riemer für einen Gastauftritt gewinnen können.

pp/Agentur ProfiPress


Heike Iven, Leiterin der Familienbildung des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen, überbrachte dem Hermann-Josef-Haus in Urft die Urkunde und die Plakette der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Experimentierfreude in Urft

Das Hermann-Josef-Haus ist nun offiziell ein „Haus der kleinen Forscher“ – Heike Iven vom Netzwerkpartner DRK überbrachte Urkunde und Plakette

Kall-Urft – Das Hermann-Josef-Haus in Urft ist nun offiziell ein „Haus der kleinen Forscher“. Heike Iven, Leiterin der Familienbildung des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen, überbrachte jetzt stellvertretend für den lokalen Netzwerkkoordinator der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und für Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker die entsprechende Urkunde und die dazugehörige Plakette zur Anbringung an die Fassade.

Die Freude bei den Schülern und den Lehrern des Hermann-Josef-Hauses war groß – dabei ist das Erreichen des Zertifikats eigentlich nur eine logische Konsequenz der Unterrichtsform an der Urfter Einrichtung, schließlich wird handwerkliche Arbeit im Unterricht großgeschrieben. „Unsere Schüler sollen die Sachen, die sie tun, auch begreifen“, erklärt Michael Isop, stellvertretender Schulleiter, den praktischen Ansatz.

Genau darum geht es auch im „Haus der kleinen Forscher“. „Die Experimente lassen sich sehr gut im Alltag umsetzen, es ist für jede Altersstufe und jedes Kind etwas dabei“, meint Heike. 82 Kindertagesstätten und 13 Schulen im Kreis Euskirchen sind zertifiziert. Geforscht werden kann auf mehreren Themengebieten wie Optik, Akustik, Wasser oder Technik. „Ganz neu haben wir Nachhaltigkeit als Thema und bilden dementsprechend Fortbildungen an“, so Iven.

Fortbilden lassen mussten sich auch Lehrer des Hermann-Josef-Hauses in Urft. Sebastian Diekmann ist einer von vier Kollegen, die sich um das „Haus der kleinen Forscher“ kümmern. „Die Unterstufen-Klasse hat am ersten Projekt teilgenommen“, sagte Diekmann. Die Urfter Einrichtung schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Überlegungen, wie man den Bereich Naturwissenschaften verstärken kann, gibt es schon lange. Genau diesen Schwerpunkt hat die Schule beim „Haus der kleinen Forscher“ gewählt – und Holzfahrzeuge mit Antrieb gebaut.

„Ideen, die man umsetzen kann, gibt es viele“, weiß Heike Iven. Und damit die Schüler sich nicht langweilen, hatte sie auch ein Experiment mitgebracht. Tüten mit Salz und Pfeffer und der Aufgabe, beide Gewürze voneinander zu trennen. Tipp: Ein wenig elektrische Ladung könnte helfen…

pp/Agentur ProfiPress


Das Wetter bekommen, das die Hilfsgruppe verdient hat: Bürgermeister und Schirmherr Hermann Josef Esser (Mitte) lobte bei der Oldienacht die engagierte Arbeit der Hilfsgruppe Eifel. Rechts im Bild Mitorganisatorin Gabriela Rittinghaus-Koppers, die erste Vorsitzende des Schullandheimvereins Wuppertal, dem das Jugendgästehaus in Urft gehört. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur

1700 Besucher feierten CCR

Ein Hauch von Woodstock bei der zweiten Eifeler Oldienacht im Park des Jugendgästehauses – Sieben Stunden auf zwei Bühnen – 80-jährige Hörfunk-Legende Hans Werner Lange mit dem goldenen Mikrofon geehrt – Bürgermeister Esser lobte das große Engagement der Kaller Kinderkrebshilfe

Kall-Urft – Als die alten Herren von „Creedence Clearwater Revived“ (CCR) kurz vor 22 Uhr die Open-Air-Bühne im Park des Urfter Jugendgästehauses Dalbenden erklommen, gerieten die rund 1700 Besucher der zweiten Eifeler Oldienacht nicht nur wegen der Hitze in Wallung. Der Hilfsgruppe Eifel war es gelungen, die Band, die sich dem Mythos der legendären Originalband Creedence Clearwater Revival verpflichtet fühlt und die sich derzeit auf ihrer weltweiter „Woodstock Revival Tour“ befindet, für ein Gastspiel in Urft zu gewinnen. Anlässlich des legendären Woodstock-Festivals im August 1969 ist die Band derzeit auf Tour. Heute gilt Woodstock als bekanntestes und legendärstes aller Festivals.

Einen Tag nach Urft stand ein Konzert in Dresden auf dem Tourplan von CCR. Und weil dieses Konzert schon seit Wochen ausverkauft war, hatten sogar Fans aus Potsdam den Weg zur Oldienacht nach Urft gewählt, um dort ihre Lieblingsband zu erleben. In Urft hauchten Gitarrist Johnnie Guitar Williamson (72), Frontmann John W. Doyle (42), Bassist Chris Allen (67) und Dummer Walter Day (74) den vielen CCR-Hits neues Leben ein.

Die Kopien der einstigen Originalbesetzung mit Doug Clifford, Stu Cock, John Fogerty und Tom Fogerty spielten in Urft das 45-minütige Woodstock-Konzert nach. Titel wie „Down on the Corner“, „Cotton Fields“ oder „Poorboy Shuffle“ weckten bei den begeisterten Fans in Urft Erinnerungen an das Quartett und das legendäre Woodstock-Festival.

Creedence Clearwater Revived war der absolute Höhepunkt der zweiten Eifeler Oldienacht am Jugendgästehaus. In wochenlanger Arbeit hatten Hilfsgruppe und die Leitung des Jugendgästehauses den großen Event vorbereitet, der unter der Schirmherrschaft des Kaller Bürgermeisters Hermann-Josef Esser über die Bühne ging.

Insgesamt acht Bands und Gruppen griffen in Urft auf zwei Bühnen zu den Instrumenten. Schon kurz nach 16 Uhr drängten die Musikfans in den Innenhof des Gästehauses, wo die Partyband „De Schlingele“ aus Wollenberg und das Duo Franz Josef Raab und Werner Fünfrock aus Saarbrücken die Besucher abseits der Hauptbühne bis nach Mitternacht unterhielten.

Lob für großes Engagement

Die Oldienacht an dem Sommerabend wurde moderiert von Hacky Heinen vom belgischen Radio 700. Bürgermeister und Schirmherr Hermann-Josef Esser bescheinigte der Hilfsgruppe, dass sie für den Event das Wetter bekommen habe, das sie verdient habe. Esser lobte das große Engagement der Kaller Kinderkrebshilfe.

Zum Warmup spielte die Akustikband Eifelperlen mit Uwe Reetz, Stefan Goebel und Bernd Kistemann auf der Bühne im Park auf. Es folgte die Band Dustpipe, die Songs von Status Quo, Led Zeppelin, Eagles und auch deutsche Coversongs von Westernhagen, den Ärzten, Extrabreit oder der Spider Murphy Gang zu Gehör brachte.

Erinnerungen an die Rock- und Popmusik der 70er- und 80er-Jahre weckte die vierköpfige Band RoxxBusters mit den Bundeswehr-Bigband-Mitgliedern Rainer Peters und Ralph Winter.

Weltbekannte Abba-Songs präsentierte die Kölner Revival Band „Agnetha-Abba“ und weckte mit ihrer Partymusik schöne Erinnerungen an das einstige Original. Es ging nach dem Auftritt von Creedence Clearwater Revived auf Mitternacht zu, als die Tribute to Status Quo Band vor der Backline der weißen Marshall-Verstärkerwand aufspielte. Das Publikum in Urft erlebte eine perfekt inszenierte Status-Quo-Covershow, die dem Original sehr nahe kam.

Eine ganz besondere Überraschung erlebte der 80-jährige Radiomoderator Hans Werner Lange, der von Hacky Heinen das goldene Mikrofon überreicht bekam. Seit 53 Jahren sitze Lange tagtäglich im Sender hinter dem Mikrofon. Während andere in diesem Alter den Ruhestand genießen, studiere er noch immer sowohl aktuelle Tagesthemen und Schlagercharts. Das goldene Mikrofon bekomme Hans Werner Lange für sein Lebenswerk als dienstältester, im täglichen Programmbetrieb aktiver deutschsprachiger Hörfunkmoderator verliehen.

Noch bevor die Oldienacht gegen 0.30 Uhr zu Ende ging, verkündete Hilfsgruppenvorsitzender Willi Greuel die Termine für die dritte Eifeler Oldienacht im nächsten Jahr am Freitag, 19. Juni 2020, und das vierte Familienfest am Sonntag, 21. Juni 2020, im Park von Haus Dalbenden.

pp/Agentur ProfiPress


Das neue sternenförmig angelegte Familienhaus liegt in unmittelbarer Nähe der neuen Kinderkrebsstation auf dem Venusberg. Hier können Familien während der Behandlung ihrer Kinder wohnen. Foto/Visualisierung Förderkreis Bonn/pp/Agentur ProfiPress

100.000 Euro von der Hilfsgruppe

Die Kaller Kinderkrebshilfe finanziert die Inneneinrichtung des neuen Familienhauses an der Bonner Uni-Klinik – Gutschein für den Einkauf bei Brucker – Willi Greuel: „Wir lassen das Geld in der Eifel“ – Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Moderator Hacky Heinen legten noch einen Hunderter drauf

Kall – Die Hilfsgruppe Eifel unterstützt den Förderverein der Bonner Uni-Klinik seit nunmehr 27 Jahren mit regelmäßigen Geldspenden und Finanzierungen von Ambulanzschwestern. Über eine Million Euro hat der Kaller Verein dem Förderkreis zukommen lassen. Dazu haben auch viele Aktionen und Spenden des Möbelhauses Brucker in Kall beigetragen.

Mit einem Gutschein über 100.000 Euro überraschte die Hilfsgruppe jetzt während der zweiten Eifeler Oldienacht in Urft die Gäste der Bonner Uni-Klinik. Lutz Hennemann, Vorsitzender des Bonner Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V., sowie der ehemalige Leiter der Kinderkrebsstation, Professor Dr. Udo Bode, nahmen den Gutschein entgegen, der für die Finanzierung der Inneneinrichtung des neuen Familienhauses verwendet werden soll. Die komplette Inneneinrichtung, so Willi Greuel („Wir lassen das Geld in der Eifel“), werde über das Kaller Möbelhaus Brucker geplant und angeschafft.

Radio-700-Kultmoderator Hacky Heinen zog spontan einen 100-Euro-Schein aus der Tasche und legte die dem Gutschein bei, so dass der Betrag auf 100.100 Euro aufgestockt werde. Heinen animierte Bürgermeister Hermann-Josef Esser, seinem Beispiel zu folgen. Esser versprach, ebenfalls noch einen Hunderter draufzulegen.

Professor Dr. Udo Bode und Fördervereinsvorsitzender Lutz Hennemann bedankten sich bei der Hilfsgruppe für die große Unterstützung in den 27 Jahren seit Bestehen der Hilfsgruppe. In dieser Zeit sei der Förderkreis der Kinderkrebsstation mit über einer Million Euro Spenden der Hilfsgruppe bedacht worden.

Hennemann ernannte Willi Greuel und Hilfsgruppen-Schatzmeister Helmut Lanio zu Botschaftern des Förderkreises. „Seit 1995 ermöglichen Sie uns mit ihren Spenden, das Unmögliche zu versuchen, das Mögliche zu erreichen. Jedes Lächeln eines Kindes, jedes Dankeschön von betroffenen Eltern, bedeutet mehr, als Worte ausdrücken können“, hieß es in den Urkunden, die Greuel und Lanio überreicht wurden.

Mit dem Umzug der Kinderklinik aus der Bonner Stadtmitte auf den Venusberg wird derzeit auf dem Gelände der Universitätskinderklinik ein neues Familienhaus gebaut, das im Rohbau bereits fertig ist. In wunderschöner Lage am Waldrand gelegen werden dort künftig 36 Zimmer und viel Platz für Familien zur Verfügung stehen. Jugend-, Spiel- und Bastelräume, ein Garten, eine Terrasse und ein Spielplatz sollen Eltern und deren kranken Kindern eine Auszeit von der Krankheit und vom Krankenhaus ermöglichen. Die Hilfsgruppe hat sich innerhalb des Familienhaus-Projektes verpflichtet, die gesamte Inneneinrichtung zu finanzieren.

Das Möbelhaus Brucker zählt nicht nur zu den treuen Unterstützern der Hilfsgruppe Eifel. In den letzten zwei Jahren hat das Kaller Familienunternehmen vor Weihnachten Wunschbaumaktionen veranstaltet zugunsten der Kinderkrebsstation in Bonn, die jetzt auf den Venusberg umzieht.

Spende der Kommunionkinder aus Flamersheim

Beim Familientag der Hilfsgruppe, der zwei Tage nach der Oldienacht an gleicher Stelle im Park des Jugendgästehauses in Urft stattfand, überraschten Anja Thomas und Katarina Engelhard, zwei Katecheten der diesjährigen Kommunionkinder in Flamersheim, die Hilfsgruppe mit einer stattlichen Spende von 1400 Euro. Bei der Scheckübergabe an den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel berichtete Anja Thomas, dass das Geld von einem, von den Katecheten organisierten Fastenessen stamme. Willi Greuel bedankte sich für diese Aktion und die Spende des Erlöses: „Die Kinder hätten mit dem Geld ja auch ins Phantasialand fahren können.“ Auch dieses Geld komme dem Familienhaus der Uniklinik zugute, so Greuel.

pp/Agentur ProfiPress

www.kinderkrebshilfe-eifel.de

www.familienhaus-bonn.de


Sommerferien-Aktion für Kinder in der Bibliothek Kall

Die Bibliothek Kall lädt alle Kinder im Alter zwischen 6 bis 13 Jahren zu einem „T-Shirt Design – Workshop“ ein. Bei diesem Workshop haben die Kinder die Möglichkeit, unter Anleitung der regionalen Autorin Jana Engels, ein eigenes T-Shirt selbst kreativ zu gestalten. Vor allem für die jüngeren Teilnehmer sind auch die Eltern dazu eingeladen ihre Kinder zu begleiten und zu unterstützen. Die Materialien werden gestellt. Damit das fertige T-Shirt den Teilnehmern am Ende auch passt, wird darum gebeten möglichst ein eigenes T-Shirt mitzubringen. Für Kinder ohne ein eigenes Shirt stehen welche in Größe 134/140 zur Verfügung.

 

 

Wann:         07.08.2019 (Mittwoch) ; 09:00 – 13:00Uhr

 

Wo:              Schulungsraum der Bibliothek Kall

                    Bahnhofstr. 11

                    53925 Kall

 

Kosten:       Gratis

 

 

Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist!

 

 

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer!

 

Ihr Bibliotheks-Team

 


Der Energieberater Martin Blaschke aus Herzogenrath und die Geografin und Quartiersmanagerin Jennifer Conzen vom Kaller Büro PE Becker sind die Ansprechpartner für die Kaller Bürger. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Erste Anlaufstelle für die Bürger


Ingeborg und Heinz Fränzel (v.l.) aus Nettersheim kaufen wenn möglich jeden Freitag auf dem Kaller Wochenmarkt ein. Sie schätzen unter anderem das Angebot des Lückenhofs aus Bornheim. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Wochenmarkt ist sehr beliebt

Jeden Freitag von 8 bis 13 Uhr bieten die Marktbeschicker vor dem Kaller Rathaus frische regionale Produkte an – Kunden goutieren das üppige Angebot und die freundliche Atmosphäre

Kall – Frische Waren aus der Region, eine sehr gute und freundliche Beratung und eine beinahe familiäre Atmosphäre – das alles zeichnet den Wochenmarkt in Kall aus. Jeden Freitag von 8 bis 13 Uhr finden die Kunden auf dem Rathausvorplatz frisches Obst und Gemüse sowie Backwaren, Geflügel und Honig.

„Wir leben seit zehn Jahren in der Eifel und waren zu Beginn auf der Suche nach Artikeln aus der heimischen Wirtschaft“, berichtet Heinz Fränzel aus Nettersheim, der, wenn es ihm möglich ist, jeden Freitag mit seiner Frau Ingeborg nach Kall kommt und dienstags in Marmagen den Markt besucht. Sie sind besonders am Obst und Gemüse des Lückenhofs aus Bornheim interessiert. Die Fränzels wissen, dass sie die Waren grundsätzlich auch im Supermarkt erhalten. Für das Ehepaar spielt aber der soziale Charakter des Marktes eine große Rolle. Man tauscht sich aus, kann nachfragen, wird beraten.

Das ist auch eine Sache, die Hans-Peter Zimmermann, Betreiber des Lückenhofs, weiß. Sein Sortiment auf dem Kaller Wochenmarkt beinhaltet etwa 90 bis 100 Produkte. Bei der Marktgründung vor rund 30 Jahren war das noch anders, Zimmermanns Vater brachte etwa 25 unterschiedliche Artikel mit nach Kall. Das Credo von Hans-Peter Zimmermann: Die Waren sollten so saisonal und frisch sein, wie es möglich ist. „Keiner unserer Äpfel ist weiter weg als aus Wachtberg“, verrät er.

Wie Zimmermann berichtet, ist das Wissen über die Verwendung einiger regionaler Artikel verloren gegangen. Doch da wirken er und seine Mitarbeiterinnen beratend, geben Zubereitungstipps und was am besten dazu schmeckt. „Manchmal hat auch ein Kunde seinen Einkaufszettel vergessen, weiß aber, was seine Frau kochen will und wir können ihm helfen“, plaudert Zimmermann aus dem Nähkästchen. Mit der Resonanz auf dem Kaller Wochenmarkt ist er sehr zufrieden.

Das gilt auch für die anderen Aussteller. „Wir sind jede Woche hier und seit sieben Jahren dabei“, sagt Edeltraud Mertens vom Geflügelhof Walter aus Sistig. In ihrem Wagen gibt es alles, was das Geflügel so hergibt: von Eiern bis zum Hahnenbeinchen. Jeden Freitag begrüßt sie viele Stammkunden, die die gute Eifeler Qualität zu schätzen wissen. „Aber es kommen auch immer neue Kunden, die hier vorbeifahren oder –laufen und sich dann etwas holen.“ Eine Stammkundin ist Regina Heinen. „Man hat hier einfach ein gutes Gefühl, sein Geflügel und seine Eier hier zu kaufen“, sagt sie. Und das nicht nur, weil man weiß, woher die Ware kommt, sondern auch, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen.

Von Anfang an beim Wochenmarkt dabei ist Brunhilde Zander, die Honig aus eigener Herstellung verkauft. „Der Markt hat sich sehr gut entwickelt“, erinnert sie sich. Ein wenig kleiner als zu Beginn, als er unweit der Kirche platziert war. Aber Zander ist sehr zufrieden, auch weil man sich auf dem Markt so gut um die Kunden kümmern kann.

Das findet auch Adelheid Pützer im Verkaufswagen der Bäckerei Jenniches aus Rescheid, nachdem sie geduldig einen Kunden über die Unterschiede einzelner Brotsorten aufgeklärt hat. Sie hat die Beobachtung gemacht, dass heute auch vermehrt jüngere Leute die Vorteile eines Wochenmarktes nutzen. „Das war früher anders“, sagt sie. Auch bei den Waren der Bäckerei Jenniches gilt: Alles ist selbstgemacht. Es kommt sogar zu Synergien, wie Brunhilde Zander berichtet. Denn zum Ende des Wochenmarktes nimmt sie sich immer ein Obstplunderteilchen mit. Das hat Adelheid Pützer ihr dann immer schon beiseitegelegt.

pp/Agentur ProfiPress

 

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