Nachrichten 2. Halbj. 2017




Wieder einmal waren rund 200 Menschen ins Kaller Pfarrheim zum Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall gekommen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Michael Heller (r.), allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, würdigte die Initiatoren des Begegnungscafés, Dorothea Muysers und Hartmut Kieven. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Neue Nachbarn werden alte Freunde

Das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall feierte zweijähriges Bestehen – Zahlreiche internationale Speisen mitgebracht – Großes Lob von Bürgermeister-Vertreter Heller

Kall – Michael Heller brachte es auf den Punkt: „Was hier in zwei Jahren passiert ist, ist ein ganz großer Erfolg.“ Was Kalls allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters zu diesem Lob bewogen hat, war im Kaller Pfarrheim St. Nikolaus nicht schwer zu erahnen. Man musste sich nur umschauen und konnte erkennen: Das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall ist zu einem Ort geworden, der Menschen verbindet - und nach zwei Jahren darf man auch mit Fug und Recht behaupten: Aus den „neuen Nachbarn“ sind „alte Freunde“ geworden.

Und diese hatten – organisiert von Miguelina Draht – diesmal auch zum großen Teil das Buffet gestellt, das wieder einmal rund 200 Menschen satt machte. Es gab Falafel mit Hummus, kleine Fladenbrote, die mit Satar (einer Gewürzmischung), Käse oder einer scharfen Paprika-Tomaten-Mischung belegt waren, Fol (aus Tomate, Zitrone, Öl und Knoblauch), Eintopf und Fatair (mit Käse gefüllte Blätterteig-Schiffchen). Wer eher Süßes mag, für den war etwa Kuchen mit Nüssen etwas. „In Syrien frühstücken wir aber gerne herzhaft“, verrät Ahmad Almohamad, der in Kall lebt.

Michael Heller würdigte in seiner Ansprache die ursprünglichen Initiatoren Dorothea Muysers und Hartmut Kieven. Heller dankte auch Pfarrer Hajo Hellwig dafür, dass die Kirche das Pfarrheim zur Verfügung stellt. „Blickt man in die Gesichter der Kinder, dann sieht man, was hier in den letzten zwei Jahren zustande gekommen ist. Sie haben Türen geöffnet“, lobte Heller. „Wir sind stolz auf euch und unsere neuen Nachbarn“, ergriff dann auch Dorothea Muysers das Wort. Mit dem Begegnungscafé sei ein Podium für den Austausch geschaffen worden. Weiter dankte Heller Wegbegleitern wie dem KoBiz des Kreises Euskirchen und den Wohlfahrtsverbänden, hier insbesondere dem Caritasverband für die Region Eifel e.V.

 

Die Kaller Integrationsbeauftragte Alice Gempfer wandte sich an alle Gäste, alteingesessene und neue Kaller, Geflüchtete aus dem Nachbarkommunen, Flüchtlingshelfer und viele weitere Wegbegleiter: „Ohne euren und Ihren Mut, unsere Angebote wahrzunehmen, gäbe es kein Begegnungscafé.“ Gemeinsam mit Miguelina Draht verteilte sie 24 Rosen an Besucher, darunter auch Kalls ehemaliger Bürgermeister Herbert Radermacher. Jede Rose symbolisiert eines der vergangenen 24 Begegnungscafés.

Untermalt war die Veranstaltung vom internationalen Kaller Musikprojekt Kalimba um den Musikpädagogen Reiner Klein. „Sie sind eine wichtige Begleitung der Begegnungscafés und man möchte gerne, dass sie immer weiter trommeln“, erzählte Heller. Die jungen Mitstreiter des Musikprojekts, das seit Kurzem vom Land NRW gefördert wird, zeigten eindrucksvoll, was sie bislang gelernt haben. Es waren rhythmisch durchaus anspruchsvolle Stücke, die sie mit Bravour meisterten. Viel Applaus erhielt auch der Auftritt von Mädchen, die am Ferienangebot des Bistums Aachen in Kall teilnahmen. „Wir hatten sowieso ein Tanzangebot vor und haben dann gefragt, ob die Mädchen nicht beim Begegnungscafé auftreten wollen“, erzählte Helmut Woelk, Jugendbeauftragter des Bistums Aachen in der Eifel.

Und dann war da ja noch das Helfer-Team, dem Heller dankte:Waltraud Tümmler, Marianne Berners, Maria Schmitz, Gertrud Schütten, Waltraud Forner, Annemie Söns und Helga Weckmann. Schon früh morgens wuseln sie durch die Küche, bereiten alles vor und kommen selbst nicht dazu, einen Happen zu essen. Das war diesmal anders. Die Damen haben tatsächlich Platz genommen, eine Tasse Kaffee getrunken und etwas gegessen. Doch schon nach kurzer Zeit sah man die fleißigen Bienen wieder im Küchenbereich arbeiten. „Wir können eben nicht anders“, sagte Waltraud Tümmler dazu.

pp/Agentur ProfiPress


Die Grünkolonne Scheven freut sich sehr über die Anschaffung des Anhängers, der den Männern die Arbeit erleichtert. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Heinzelmännchen von Scheven

Seit drei Jahren putzt die Grünkolonne das Dorf heraus – Neuer Anhänger als Arbeitserleichterung – Zehn Männer zwischen 56 und 80 Jahre leisten 400 bis 500 Arbeitsstunden pro Jahr

Kall-Scheven – Was einmal als ein monatliches Treffen im Sommer geplant war, um Scheven ein wenig aufzuhübschen, ist mittlerweile zu einem Treffen zweimal im Monat und zwar das ganze Jahr über geworden – und dann auch noch länger, denn statt ursprünglich geplanter drei Stunden dauert ein Termin nun vier Stunden. Den nötigen Fleiß kann man der „Grünkolonne Scheven“ also nicht absprechen – im Gegenteil. „400 bis 500 Arbeitsstunden kommen da jedes Jahr zusammen“, ist sich Schevens Ortsvorsteher Hans Reiff sicher.

Besonders jetzt, im Sommer, wo alles sprießt und wächst, gibt es für die zehn Mitglieder der Grünkolonne einiges zu tun. Neben Arbeiten am Pfarrheim, am Dorfsaal und auf dem Friedhof pflegen sie etwa die Hälfte der 33 Beete in Scheven und setzen die 50 Bänke in Scheven, Wallenthal und Dottel instand. „Da ist nie was dran gemacht worden, deshalb haben wir diese Aktion Bänke begonnen“, berichtet Reiff.

Vor rund fünf Jahren hatte Hermann Josef Cremer vom Heidehof die Idee. „Die Idee lag dann in der Schublade. Als ich Ortsvorsteher wurde, haben wir sie wieder ausgegraben“, so Reiff weiter. Im Herbst 2014 gründete sich die Grünkolonne dann offiziell. Seitdem haben sie schon einige große Projekte abgeschlossen.

Das Schevener Wäldchen in Richtung Kalenberg wurde aufgehübscht. Dabei wurden unter anderem Altholz und umgekippte Bäume entfernt. Das Hahnebömsche, eine jahrhundertealte Eiche, wurde freigestellt. Es war mittlerweile von weiteren Eichen umgeben. Als Ersatz wurden Ginsterbüsche gepflanzt. Auch der Parkplatz unterhalb des Bahnhofs wurde instandgesetzt, an der Klus wurde ein Platz gepflastert. „Das ist ein beliebter Platz für Radfahrer, und zwar nicht nur aus Scheven, deshalb soll da eine Bankgarnitur aufgestellt werden“, erzählt Reiff.

Seit Kurzem haben die zehn ehrenamtlichen Dorfverschönerer auch zweirädrige Unterstützung. Dank einer 1000-Euro-Spende der Drogeriemarktkette „dm“ – Scheven hatte an einer Bürgerbeteiligungsaktion teilgenommen – konnte ein Anhänger angeschafft werden. Weiteres Geld dafür stammt aus einem Dorffest sowie Spenden. Damit wurde auch Werkzeug erworben, darunter auch ein Sitzrasenmäher, ein normaler Rasenmäher, ein Freischneider und eine Kettensäge.

„Bislang hatten wir das Werkzeug an mehreren Stellen untergebracht und ich war die ersten anderthalb Stunden nur damit beschäftigt, es abzuholen und dahin zu bringen, wo wir es brauchen“, erzählt Reiff. Das gehört nun aber der Vergangenheit an, denn das meiste Werkzeug findet auf dem Anhänger seinen Platz.

Zur Grünkolonne gehören Kalle Klinkhammer (mit 56 Nesthäkchen und der einzige, der noch berufstätig ist, Karl-Wilhelm Schneider, Raimund Vossen, Hennes Jubelius, Peter Schildgen, Rolf Preuss, Helmut Hoffmann, Engelbert Hahn, Hans Reiff sowie mit 80 als Ältester Hermann Josef Cremer. Auch der Pensionär Arnold Bergheim unterstützt die Grünkolonne immer wieder.

pp/Agentur ProfiPress


Präsentierten im Fitness-Studio FitGym24 in Euskirchen den Weltrekordversuch. Von links: Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel, Studioinhaber Ralf Jammertzheim, Weltrekordler Michael Schlögel und dessen Trainer Axel Preusse. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Weltrekord für die Hilfsgruppe

Einsatz für krebskranke Kinder – Der 41-jährige Athlet Michael Schlögel will am 2. September im Studio „FitGym24“ in Euskirchen ein Gewicht von 33,6 Kilo mehr als 1288 Mal drücken – Vorher Besuch in der Kinderkrebsklinik in Bonn – Sponsoren willkommen

Kall/Euskirchen – Er ist zwar nur 1,65 Meter groß, aber er hat ein ganz besonders großes Herz für kranke Kinder. Und für diese will der 41-jährige Einzelhandelskaufmann und Fitnesstrainer Michael Schlögel aus Euskirchen seine ganze Kraft aufwenden. Im Euskirchener Fitness-Studio „FitGym24“ startet Schlögel am Samstag, 2. September, unter dem Motto „Stark für Kinder“ einen Weltrekordversuch zugunsten der Hilfsgruppe Eifel.

An diesem Tag will Schlögel im FitGym24 von 12 bis 13 Uhr seinen eigenen Weltrekord im einstündigen Schrägbankdrücken brechen. Das bedeutet, dass er auf der Schrägbank liegend innerhalb von 60 Minuten eine 33,6 Kilo schwere Hantelstange mehr als 1288 Mal hochdrücken muss. Es gilt also beim Rekordversuch ein gedrücktes Gesamtgewicht von 43.276,8 Kilogramm zu überbieten. Erst im April dieses Jahres hatte der 41-Jährige aus Augsburg stammende Athlet diesen Weltrekord, den er nun am 2. September zugunsten krebskranker Kinder „knacken“ will, aufgestellt.

Bei einer Pressekonferenz in Euskirchen stellte Michael Schlögel die Organisation und den Ablauf des Weltrekordversuches vor. Wie Ralf Jammertzheim, Inhaber des Fitness-Studios, berichtete, wird es an diesem Samstag ein großes Rahmenprogramm rund um das FitGym24 geben. „Alle Erlöse gehen an die Hilfsgruppe“, kündigte Jammertzheim an. Deshalb hoffe man auf viele Besucher.

Wie Michael Schlögel mitteilte, würden als Hinweis auf die Aktion „Stark für Kinder“ Armbänder zum Preis von zwei Euro verkauft. Tausend sind schon weg, Tausend sind aber noch da“, ließ Schlöger verlauten. Die Herstellung der Armbänder sowie der Werbeflyer seien von der Familie Aigner gesponsert worden. Die betreibt in Euskirchen das Sportgeschäft „Runners Point“ und hat schon mehrere Aktionen zugunsten der Hilfsgruppe Eifel veranstaltet.

Michael Schlögel hat viel mit sportlichen Menschen zu tun. Er arbeitet bei „Runners Point“ als Einzelhandelskaufmann und bekam auch von dort den Tipp, den Weltrekordversuch zugunsten der Kaller Hilfsgruppe zu veranstalten. Als Sponsor konnte Schlögel auch die Kommerner Firma Glasmacher gewinnen. Sie spendet für jedes Durchdrücken der Hantel 20 Cent. Schlögel: „Weitere Sponsoren sind willkommen, damit so viel Geld wie möglich für kranke Kinder zusammenkommt.“

Bei der Aktion solle es hauptsächlich um die Hilfe für krebskranke Kinder gehen; er sei nur der Akteur beim Weltrekordversuch, erklärte Michael Schlögel. Es sei wichtig, die Menschen für die Unterstützung der Kinderkrebshilfe zu sensibilisieren. In Kürze werde er deshalb auch die Kinderkrebsstation der Bonner Uni-Klinik besuchen. „Mir ist es wichtig, selbst einen Eindruck vor Ort zu bekommen“, so der 41-jährige Junggeselle.  

Derzeit trainiert Schlögel, der nach Feierabend und in seiner Freizeit als Fitnesstrainer im FitGym24 tätig ist, fast täglich zwei bis drei Stunden mit seinem Trainer Axel Preusse für den Weltrekord. Über 44.000 Kilo habe er schon geschafft. „Aber jedes Ergebnis ist auch von der Tagesform abhängig“, weiß Trainer Preusse. Wichtig seien an erster Stelle Kondition und Kraft sowie das Einhalten des Rhythmus. In der Woche vor dem Wettbewerb werde er allerdings sein Trainingspensum zurückfahren, berichtet Michael Schlögel, um nicht ausgepowert in den Wettbewerb zu gehen.

Der Weltrekordversuch wird von Beobachtern der internationalen Organisation „The Book of Alternative Records“ durch Videoaufnahmen überwacht. Die Beobachter überzeugen sich auch davon, ob Maße und Gewichte der Hanteln stimmen und ob Schlögel die Gewichte in die maximale Höhe drückt. „Schummeln ist also nicht drin“, beschreibt Studioinhaber Ralf Jammertzheim die Seriosität des Wettbewerbs.

Hilfsgruppenvorsitzender Willi Greuel freut sich schon auf die spektakuläre Aktion: „Wir sind glücklich darüber. Sowas haben wir in den 25 Jahren unseres Bestehens noch nicht erlebt.“ Das Geld könne die Hilfsgruppe gut brauchen, denn bezüglich der Unterstützung der Bonner Kinderkrebsklinik ständen große Herausforderungen an.

Die Klinik, so Greuel, werde von der Konrad-Adenauer-Allee auf den Venusberg verlegt. Damit verbunden sei auch die Verlegung des Elternhauses von der Joachimstraße in Bonn auf den Venusberg. Bisher seien Klinik und Elternhaus mit über 930.000 Euro unterstützt worden. „Da wollen wir jetzt im Rahmen der Umzüge noch ein Schüppchen drauflegen“, kündige Willi Greuel an.

pp/Agentur/ProfiPress


Neben den Mitgliedern des Chores waren auch Musiker des Orchesters und Freunde als Gäste zu dem gemütlichen Miteinander gekommen. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Stabwechsel nach 45 Jahren

Hans-Peter Göttgens als Leiter des Kirchenchor Steinfeld verabschiedet – Neuer Leiter Mathias Staut eingeführt – Mehr als 50 Gäste im Probenraum

Kall Steinfeld – Es war mehr als nur der Abschied eines Chorleiters. Eine Ära ist in Steinfeld zu Ende gegangen, als Hans-Peter Göttgens beim Hermann-Josef-Fest den Dirigentenstab des Kirchenchores an der Basilika in Steinfeld nach 45 Jahren aus der Hand gab. Bei einer Feier mit den Mitgliedern des Chores, zu denen sich auch Musiker aus dem Orchester und Gäste einfanden, stellte Göttgens seinen Nachfolger vor. Für die Gestaltung des Abends sorgten die Mitglieder des Chores, die mit selbsteinstudierten Sketchen für viele Lacher und gute Laune sorgten.

„Ich habe viel Parallelen entdeckt“, sagte Göttgens mit einem Blick auf Mathias Staut, der ab 1. August die Leitung des Chores übernehmen wird. Genau wie er habe Staut bereits als Jugendlicher, ähnlich wie Göttgens, Messen an der Orgel begleitet. Staut lebt seit elf Jahren im Rheinland und ist zurzeit in Düsseldorf am Comenius-Gymnasium als Musiklehrer tätig.

„Ich habe eine Leidenschaft für Kirchenmusik“, bekannte der 33-Jährige lächelnd. In Köln legte der gebürtige Saarländer das A-Diplom für Kirchenmusiker ab, bevor er ein Studium auf Lehramt für Gymnasien draufsattelte. Im Kölner Dom konnte er, da er Orgel im Hauptfach gehabt habe, auch die Mittagsgebete begleiten.

„Meinen Master habe ich in Trossingen gemacht“, berichtete er. Dabei habe er besonders seine Fähigkeiten in der Chorleitung vertieft. An der Düsseldorfer Schule baue er derzeit einen Chorzweig aus, berichtete er.

Als er die Stellenausschreibung des Steinfelder Chores gesehen habe, habe er erst einmal Feldforschung betrieben. „Ich bin in Steinfeld gewesen, habe eine Messe besucht und das Klosterbier probiert“, erzählte er verschmitzt. Dabei stellte er fest, wie intensiv in der Eifel die Kirchenmusik betrieben werden. „Die Region ist besonders und die Steinfelder Messen sind besonders“, befand er.

Die Probe geprobt

Kurz nach Ostern lernte er bei einer „Probeprobe“ den Chor kennen. „Das hat gepasst“, erinnerte sich der sympathische Saarländer an diese Gelegenheit. Stefan Hönig, Vorsitzender des Kirchenchores, erging es ähnlich. Stauts Art, an die Musik heranzugehen, habe den Chor überzeugt, sagte er.  „Wir brauchen Schwung, und das hat er dem Chor vermittelt“, so Hönig.

Von dem allgemeinen Mitgliederschwund der Vereine in der Eifel ist auch der Steinfelder Chor nicht verschont geblieben. 35 Mitglieder sind derzeit aktiv. Göttgens hat es immer verstanden, neue Menschen an das Gesangsensemble heranzuführen, und auch Staut sieht das als zentrale Aufgabe an. Eine Facebookseite ist bereits eingerichtet, um über die Aktivitäten des Chores zu informieren. Eine Chance sieht Staut in der Attraktivität des Steinfelder Chores. „Viele Mitglieder kommen von außerhalb“, hat er bereits erfahren. Mit besonderen Aufführungen will er weiter für den Chor werben. Unterstützung erhofft er sich von seinen Studienkollegen, die vor allem im Rheinland beruflich aktiv sind. „Ich hoffe, durch Projektarbeit und Mitsingkonzerte Menschen Gelegenheit zum Reinschnuppern zu geben und sie dabei für den Chor begeistern zu können“, erzählte er.

„Ich bin froh, dass wir so einen wertvollen Menschen gefunden haben“, sagte Pastor Wieslaw Kaczor, der sich als Gast eingefunden hatte. Staut bringe viel frische Energie mit sich.

Bei der Zusammenkunft wurden auch Ehrungen für langjährige Mitglieder ausgesprochen. Josef Mölder wurde für zehn Jahre Mitgliedschaft im Chor geehrt. Johannes Biada ist seit 25 Jahren Mitglied. Für 40 Jahre wurden Adolf und Barbara Milfeit mit der Ehrennadel in Gold des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes (ACV) ausgezeichnet. Die ACV-Verdienstnadel wurde Hans-Peter Göttgens verliehen.

Der Chor verabschiedete sich außerdem von den Mitgliedern Helga Bischof nach 16 Jahren, Hermann Rese nach zwölf Jahren sowie von Angelika Gehrke und Peter Steinbusch, beide nach 45 Jahren.

pp/Agentur ProfiPress



Der Autoscooter wird auch in diesem Jahr wieder Dreh- und Angelpunkt bei den Jugendlichen auf der Kaller Kirmes darstellen. Archivfoto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Von Auto-Scooter bis Schießwagen

Kaller Kirmes vom 26. bis 28. August – Parallel Kram- und Trödelmarkt in der Bürgerhalle – Kirmesball samstags in der Gaststätte Gier – Maigeloog gräbt Knochen aus

Kall – Am letzten Augustwochenende – und damit in diesem Jahr am Ende der Schulferien – wird in Kall wieder Kirmes gefeiert. Von Samstag, 26., bis Montag, 28. August, haben die zahlreichen Buden am Kirmesplatz in der Auelstraße geöffnet.

Die Kirmes beginnt traditionell mit dem Ausgraben des Kirmesknochens durch das Maigeloog am Kirmessamstag um 17.30 Uhr am evangelischen Altenheim im Vogtpesch. Anschließend marschiert das Maigeloog, musikalisch unterstützt von der Musikkapelle Kall, zum Kirmesplatz. Dort wird Ortsvorsteher Guido Keutgen die Kirmes offiziell mit dem Fassanstich eröffnen.

Der Kirmesball findet um 20 Uhr in der Gaststätte Gier statt. Die Band „De Schlingele“ lädt die Besucher mit Livemusik zum Tanzen ein.

Auf dem Kirmesplatz werden die Jahrmarkts-Beschicker vier Fahrgeschäfte aufstellen: den Auto-Scooter, die Raupenbahn, das Karussell „Schatzinsel“ sowie den Safari-Jet. Auch bei den „Magic Games“, am Schießwagen, am Ping-Pong-Wagen und der Pfeilwurfbude wird eine Menge Kurzweil geboten.

Der Getränkefachhandel Schmitz und der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier sorgen mit ihren beiden Getränkeständen auf dem Kirmesplatz dafür, den Durst der Besucher zu löschen. Für den Hunger haben zwei Imbissbuden, von denen eine auch Reibekuchen anbietet, ein Eiswagen sowie ein Verkaufswagen mit Mandel- und Süßwaren allerlei Leckereien im Angebot.

Parallel zur Kirmes findet an allen drei Kirmestagen ein Kram- und Trödelmarkt in der und rund um die Bürgerhalle statt. Die Toiletten in der Bürgerhalle sind während der Kirmes für die Besucher geöffnet.

Während der Kirmes muss die Auelstraße zum Teil gesperrt werden. Die Sperrung reicht von der Hauptschule bis zur Bürgerhalle. Wegen der Schulferien entsteht keine Beeinträchtigung des Schulbusverkehrs.

pp/Agentur ProfiPress


Der Jugendbus legt in den Ferien einen extralangen Stopp auf dem Parkplatz der Kaller Kirche ein. Archivfoto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Kinder und Jugendliche „besetzen“ Parkplatz

Ferienangebot des Bistums Aachen vor der Kaller Kirche – In der ersten Ferienwoche macht der Jugendbus der Linie Zwo täglich von 10 bis 17 Uhr Halt

Kall – Die Jugendarbeit in der Eifel des Bistums Aachen bietet in der ersten Sommerferienwoche in Kall ein Angebot für Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 14 Jahre an. Von Montag, 17. Juli, bis Freitag, 21. Juli, werden Kinder und Jugendlichen den Parkplatz an der Kirche St. Nikolaus „besetzen“, wie Helmut Woelk, Jugendbeauftragter des Bistums Aachen, es scherzhaft nennt.

Täglich von 10 bis 17 Uhr steht der Jugendbus der „Linie Zwo“ als Anlaufstelle bereit. Der Parkplatz wird zum „Spielraum“, angeboten werden zahlreiche Aktionen: Spielen, tanzen, malen, Graffiti, Karaoke, Geocaching und natürlich das alltägliche Zubereiten des Mittagessens.

Die Kinder und Jugendliche sollen aktiv ihren Lebensraum in dieser Woche gestalten – ohne Leistungsdruck und ohne durch von Erwachsenen definierte Zielvorgaben. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln des „Diözesanen Migrationsfonds“ des Bistums Aachen, einer Spende der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen sowie Teilnehmerbeiträgen.

pp/Agentur ProfiPress


Stolz präsentieren sich die neuen Fachkräfte im Gastgewerbe mit ihren Prüfungszeugnissen der IHK Aachen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Prüfungsstress ist nun vorbei

Feierliche Lossprechung der frisch gebackenen Fachkräfte des Gastgewerbes – Den Lehrkräften des Berufskollegs Eifel mit Blumen und Präsenten gedankt – IHK übergab die Zeugnisse

Kreis Euskirchen/Disternich – Es herrschte Partystimmung in der voll besetzten Bürgerhalle in Disternich, wo die Eifeler Sektion des Verbandes der Servierkräfte, Restaurant- und Hotelfachmeister (VSR) und der Club der Köche (CdK) Nordeifel-Euskirchen-Düren für ihren Berufsnachwuchs aus den Kreisen Euskirchen und Düren eine große Lossprechungsfeier organisiert hatten. Nach drei harten Lehrjahren und der jetzt bestandenen Gesellenprüfung hätten die neuen Fachkräfte allen Grund, ihren Erfolg zu feiern, waren sich der VSR-Vorsitzende Hans Josef Rick und der CdK-Vorsitzende Markus Schmitz einig: „Der Prüfungsstress ist nun vergessen“.

Doch bevor der Berufsnachwuchs des Eifeler Gastgewerbes das Buffet stürmen und das Tanzbein schwingen konnte, stand zuerst die Übergabe der Zeugnisse durch die Industrie- und Handelskammer Aachen auf dem Programm. Referatsleiter Michael Arth, bei der IHK für Aus- und Weiterbildung zuständig, richtete vor der Übergabe der Zeugnisse seinen Dank an die Arbeitgeber, an die Berufskollegs Eifel in Kall und Nelly Pütz in Düren sowie an die Eltern, die während der Ausbildung und der harten Prüfung ihrer Kinder mitgelitten hätten.

Wie hoch die Ansprüche sind, die im Gastgewerbe an den Berufsnachwuchs gestellt werden, spiegelten die Prüfungsergebnisse wider. Bei der Winterprüfung 2016/17 und der jüngsten Sommerprüfung hatten sich insgesamt 71 junge Männer und Frauen in den Sparten Beiköche/Fachpraktiker Küche, Fachkräfte im Gastgewerbe, Hotelfachleute, Köche und Restaurantfachleute den schweren Prüfungsaufgaben gestellt. 17 der 71 Absolventen hatten die Prüfung nicht bestanden.

Die Prüfungsbesten wurden mit Präsenten der Kreissparkasse Düren beschenkt. Bestnoten erreichten Restaurantfachfrau Margit Mossakowski (ETEM Bildungsstätte Bad Münstereifel), die Hotelfachfrauen Caroline Sophia Hasenberg (Hotel Klostermühle Heimbach) und Saskia Küppers (Landhotel Kallbach Hürtgenwald), die Köchinnen Isabell Bartmus (Restaurant Schloss Schleiden), Kathrin Drehsen (Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung) und Anne Heck (Eifelhöhenklink Marmagen) sowie die Köche Can Dean Gleisberg (Kurhaus Betriebsgesellschaft Bad Münstereifel) und Tomasz Maruszcyk (Ameron Parkhotel Euskirchen).

Der Leiter des Berufskollegs Eifel, Jochen Roebers, und einige Pädagogen nutzten die Lossprechungsfeier in Disternich dazu, den erfolgreichen Prüfungsabsolventen des Berufskollegs Eifel, die Abschlusszeugnisse der Schule zu überreichen. Zwei von ihnen, die Hotelfachkräfte Daniel Michatz und Christian Blanco (Beide Ameron Parkhotel Euskirchen), hätten das Angebot der Schule angenommen, eine Zusatzqualifikation „Tourismus und Veranstaltungen“ zu erwerben.

Aufgrund des demografischen Wandels und der vermehrten Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften habe das Berufskolleg Eifel gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen vor zwei Jahren entschieden, diese zwei Jahre dauernde Zusatzqualifikation im Bereich Tourismus und Veranstaltungen anzubieten. Zu den regulären Unterrichtszeiten, so Roebers, fallen für diese Qualifikation wöchentlich zwei zusätzliche Unterrichtsstunden an. Der Schulleiter dankte den Ausbildungsbetrieben, die ihren Azubis diese zwei zusätzlichen Wochenstunden in der Schule ermöglichten.

Mit Blumen und Präsenten bedankten sich die frischgebackenen Fachkräfte des Kaller Berufskollegs bei Jochen Roebers und den Pädagogen Claudia Weckmann-Schindler, Jessica Darmer, Andreas Strauch und Wilfried Hamacher.

Zum Ende des offiziellen Teils der Lossprechung vollzog der Club der Köche Nordeifel noch eine besondere Ehrung. CdK-Vorsitzender Markus Schmitz überreichte Küchenmeister Karl-Heinz Kruff von der Kermeterschänke in Wolfgarten eine Ehrenurkunde für dessen 40-jährige Mitgliedschaft im Köcheclub Nordeifel. Den hatte Kruff damals mitgegründet.

CdK und VSR, die seit vielen Jahren die Hilfsgruppe Eifel unterstützen, nutzten die Lossprechungsfeier für eine Hutsammlung zugunsten der Kaller Kinderkrebshilfe, die über 500 Euro erbrachte. Für die großzügige Unterstützung bedankte sich Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel und erinnerte an die Spargelschälaktion, die CdK und VSR im Mai im Möbelhaus Brucker in Kall für die Hilfsgruppe gestartet hatten.

pp/Agentur ProfiPress


Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung Lebenshilfe überreichten einen Scheck über rund 67.000 Euro. Damit soll die Inneneinrichtung mitfinanziert werden. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

4,2-Millionen-Bau in Kall eingeweiht

Lebenshilfe nimmt neues Zentrum an der Kaller Hindenburgstraße in Betrieb – Wohnraum, Betreuungs- und Beratungszentrum sowie Veranstaltungsort auch für Vereine und Institutionen – Das Ziel heißt Integration Behinderter

Kall – Das neue Zentrum der „Lebenshilfe“ in Kall ist fertig. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren und Investitionen in Höhe von 4,2 Millionen Euro wurde es im Beisein 50 geladener Gästen aus Kreis- und Kaller Gemeindepokalpolitik eingeweiht. Bereits im April waren seine Bewohner, 21 Menschen mit Behinderungen, dort eingezogen.

Mit der Eröffnung des neuen Gebäudes verfügt die Lebenshilfe, Kreisvereinigung Euskirchen, nun in Kall über fünf verschiedene Einrichtungen. „Wir haben in diesem Jahr ein kleines Jubiläum – vor 25 Jahren eröffnete die Lebenshilfe in Kall ihr erstes Wohnhaus“, erklärte Geschäftsführer Bernd Milz während der Feier.

Die Lebenshilfe fühle sich gut integriert in Kall. Um den zukünftigen gesetzlichen Bestimmungen entsprechen zu können, seien in der Wohnstätte an der Zinnstraße Schlafplätze in Doppelzimmern abgebaut worden. Diese Bewohner wohnten nun in der neuen Einrichtung an der Hindenburgstraße in Einzelzimmern.

Der Journalist Stephan Everling schreibt in den in Kall erscheinenden Kölner Tageszeitungen: „In dem Haus gibt es zwölf Plätze in der Wohnstätte und acht Appartements für ambulant betreutes Wohnen, eines davon als Paarwohnung.“

 

So eigenständig wie möglich

 

„Wir haben ein System geschaffen, das es möglich macht, sich von der Komplettbetreuung bis zur Eigenständigkeit zu entwickeln“, freute sich Bernd Milz in seiner Ansprache bei der Einweihung. Im Bedarfsfall sei es aber auch möglich, die entgegengesetzte Richtung zu gehen und die Betreuung zu intensivieren.

Ein Element in dem flexiblen Spektrum an Betreuungsmöglichkeiten sei das ambulant betreute Wohnen. Dabei haben die Bewohner eigene Bezugsbetreuer, von denen sie vier bis fünf Stunden pro Woche mit dem Ziel der völligen Eigenständigkeit unterstützt werden. Außer den Bewohnern im Haus leben noch 18 weitere Menschen in externen Mietwohnungen unter Mithilfe des ambulanten betreuten Wohnens.

Leiterin des Fachdienstes ist Simone Meznarak. „Wir haben jetzt neu einen Frühdienst installiert, der die Menschen ab 6 Uhr morgens unterstützt mit Motivationshilfen und der Beseitigung kleiner Wehwehchen, Arztbesuchen und Ähnlichem“, erläuterte sie dem Journalisten Stephan Everling.

Im neuen Zentrum findet sich auch ein Freizeit-, Bildungs- und Begegnungszentrum. „Wir wollen den Raum auch Vereinen und Organisationen zur Verfügung stellen“, kündigte Bernd Milz den geladenen Gästen an, darunter auch Vertreter von Rat und Verwaltung der Gemeinde Kall und der bisherige Bürgermeister Herbert Radermacher, in dessen Ägide der 4,2-Millionen-Euro-Bau an der Hindenburgstraße in Angriff genommen und fertiggestellt worden war.

Im neuen Lebenshilfe-Zentrum sollen pro Jahr 160 Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Institutionen angeboten werden, so Stephan Everling im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und in der „Kölnischen Rundschau“. Darüber hinaus haben im Gebäude auch die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung im Kreis Euskirchen und der Fachdienst „New Job“ der Nordeifelwerkstätten eine neue Wirkungsstätte gefunden.

 

Scheck von der Stiftung Lebenshilfe

 

„Nur mit Wohnraum ist es nicht getan“, sagte Landrat Günter Rosenke in seinem Grußwort. Viele Bausteine seien dazu notwendig, die rund 6000 Menschen mit schweren Behinderungen im Kreis Euskirchen zu integrieren. Das neue Kaller Haus werde den besonderen Bedürfnissen der Bewohner gerecht.

Wolfgang Gläser, Vorsitzender der Lebenshilfe Euskirchen, dankte den vielen Institutionen und Spendern, die eine Finanzierung ohne öffentliche Finanzmittel möglich gemacht hatten. Neben einer Spende von 360.000 Euro von der Aktion Mensch hat die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW 180.200 Euro zu den Baukosten beigesteuert. Um die Inneneinrichtung zu finanzieren, überreichten Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung Lebenshilfe einen Scheck über rund 67.000 Euro.

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Ein „schlechtes“ Zeugnis ist kein Grund zur Verzweiflung. Hilfe gibt es auch für Kaller Schüler Hilfe am Kummertelefon des Kreises unter (0 22 51 / 81 068-0). Foto: Anne Garti/pixelio/pp

Keine Angst vorm Zeugnis

Auch Sitzenbleiben ist keine Katastrophe - Zeugnistelefon der Schulberatungsstelle hilft in allen Lebenslagen und bei Fragen

Kall – Auch Zeugnisschreiber und Notengeber können sich in der Einschätzung von Menschen irren. Das haben sie schon oft unter Beweis gestellt. Deshalb sollten sich Schülerinnen und Schüler auch nicht allzu viele Sorgen machen, wenn es am Freitag, 14. Juli, zum Schuljahresende in Nordrhein-Westfalen Jahreszeugnisse gibt.

Die Schulberatungsstelle (Schulpsychologischer Dienst) des Kreises hat eigens ein Zeugnistelefon eingerichtet (0 22 51 / 81 068-0), an das sich Schülerinnen und Schüler und Eltern bei Fragen, Sorgen oder Problemen rund um das Thema Zeugnis wenden können.

Am Apparat sind erfahrene Schulpsychologen/-innen, die sich an die Schweigepflicht halten und alle Telefonate vertraulich behandeln. Kreispressereferent Wolfgang Andres: „Die Schulberatungsstelle ist darüber hinaus das ganze Jahr über für Fragen rund um das Thema Schule erreichbar.“

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Die deutsche Sprinthoffnung Maurice Huke (stehend, 3.v.l.) trainierte mit Schülern des Hermann-Josef-Hauses in Urft. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Sprint-Training mit dem Profi

Maurice Huke von der TV Wattenscheid 01 war an der Schule des Hermann-Josef-Hauses in Urft zu Gast

Kall-Urft – Der deutsche Nachwuchssprinter Maurice Huke von der TV Wattenscheid 01 war kürzlich in der Förderschule im Hermann-Josef-Haus in Urft zu Gast. Es war nicht der erste Besuch eines Top-Athleten im Haus: Auch der ehemalige Europameister über 10.000 Meter, Jan Fitschen, ebenfalls aus Wattenscheid, konnte schon in Urft begrüßt werden.

Maurice Huke gilt als einer der hoffnungsvollsten deutschen Nachwuchssprinter. Einen Workshop hat der 24-Jährige aber auch noch nicht gestaltet. Den 13 Jungen, größtenteils aus der Lauf- und Kletter-AG, erzählte der vierfache deutsche Meister aus seinem Leben als Sprinter und beantwortete viele Fragen.

Nach einem Theorieteil, zu dessen Abschluss Huke Videos vom Sprinttraining zeigte: Dazu gehören Lauf- und Kraftübungen mit Gummibändern und Koordinationsübungen, spezielle Sprintübungen und auch Ausdauerläufe oder spezielle Übungen aus dem Startblock heraus. Besonders beeindruckend war das Video, auf dem zu sehen war, wie Deutschlands Sprinthoffnung aus der Hocke auf einen 1,50 Meter hohen Kasten sprang.

Dass er gut und weit springen kann, demonstrierte Huke auch im praktischen Teil. Mit nur zehn Sprüngen überbrückte er fast die gesamte Länge des Sportplatzes. Beim Treppenspringen schaffte er locker aus dem Stand sechs Stufen – bemerkenswert, dass ein Schüler des Hermann-Josef-Hauses ihm mit fünf Stufen erstaunlich nahekam. Mit großer Begeisterung machten die Schüler Hukes Sprint- und Sprungübungen nach.

Wie das Hermann-Josef-Haus mitteilte, sei es ein sehr erfolgreicher und eindrucksvoller Sprintworkshop bei bestem Laufwetter gewesen. Mit seiner sympathischen Art habe Huke die sportbegeisterten Urfter Jungs direkt für sich gewinnen können. „Der Besuch war so nachhaltig, dass einige der Jungen am Nachmittag fleißig das Gelernte weiter übten und hierzu mit Stolz die von Maurice verteilten Hosen und Trikots trugen“, berichtete Michael Giefer vom Hermann-Josef-Haus.

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Neun Schüler des Hermann-Josef-Hauses besuchten Ende Juni Frankreich. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Französische Kultur begeisterte

Neun Jugendliche des Hermann-Josef-Hauses in Urft reisten nach Frankreich – Domizil in Saint-Rémy-la-Varenne an der Loire – Schloss aus James-Bond-Film besucht

Kall-Urft – „Vive la France“ hieß es kürzlich für neun Jugendliche des Hermann-Josef-Hauses in Urft. Denn Ende Juni fuhren sie nach einjähriger Vorbereitung für knapp eine Woche nach Frankreich. Das Deutsch-Französische Jugendwerk unterstützte die Reise.

„Wir wollen die französische Kultur lebensnah erkunden“ – das war das Credo der neun jungen Leute. Die erste Etappe führte nach Chantilly, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Paris. Dort besuchte die Reisegruppe das Schloss, das unter anderem aus dem letzten James-Bond-Film mit Roger Moore, „Im Angesicht des Todes“, bekannt ist.

Von dort aus ging es nach Saint-Rémy-la-Varenne im Département Maine-et-Loire, wo sich das Domizil der Kaller Schüler befand. Von den französischen Austauschpartnern wurde die Eifeler Delegation herzlich empfangen, zum Abschluss des Tages gab es einen Spaziergang entlang der Loire.

Am darauf folgenden Tag ging es ans Meer, genauer: in den Badeort Pornic. Außerdem wurde ein Restaurant besucht, in dem es Galettes gibt, dabei handelt es sich um herzhafte Buchenweizen-Pfannkuchen.

Der Fußball stand wiederum einen Tag später im Vordergrund. Die Kaller Schüler spielten gegen eine Auswahl des ortsansässigen FC Louet Juignéen. Abends wurde gemeinsam gegrillt – auf franko-alemannische Art.

Nach Brissac ging es am letzten Tag der Reise. Dort besuchte die Delegation den Markt, abends gab es ein gemeinsames Essen. Bei der Heimfahrt zeigten sich die Eifeler begeistert von der französischen Kultur und allen war klar: Es wird bestimmt ein Wiedersehen geben.

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Zur Stärkung der touristischen Betriebe bieten die Nordeifel Tourismus GmbH und die Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen Beratungstage an. Foto: Petra Bork/Pixelio/pp/Agentur ProfiPress

Beratung für touristische Betriebe

Gemeinsames Angebot von Nordeifel Tourismus GmbH und der Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen

Kall/Kreis Euskirchen – Der Tourismus hat für den Kreis Euskirchen eine hohe regionalwirtschaftliche Bedeutung mit einem jährlichen Jahresbruttoumsatz in Höhe von 263 Millionen Euro. Die Entwicklung der Übernachtungszahlen ist seit Jahren positiv. Gäste aus einem Umkreis von 200 km besuchen verstärkt die Erlebnisregion Nordeifel mit dem Nationalpark Eifel, um dort ihren (Kurz-)Urlaub zu verbringen.

Zahlreiche Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen oder bleiben in der Branche erhalten. Die Nordeifel Tourismus GmbH und die Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen stärken Hand in Hand die Wirtschaftsbranche Tourismus und bieten bis zum Jahresende noch drei Beratungstage für touristische Betriebe an, nämlich dienstags, 5. September, 24. Oktober und 12. Dezember, jeweils von 9 bis 16 Uhr, in der Geschäftsstelle der Nordeifel Tourismus GmbH (linker Seitenflügel des Bahnhofsgebäudes in Kall), Bahnhofstr. 13, 53925 Kall, Tel. 0 24 41/99 457-0, E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik  .

Die Zielgruppen für die Beratungstage sind:

  • Haus- und Wohnungseigentümer/-innen, die in Zukunft überlegen, Wohnraum an Gäste zu vermieten
  • Hotel-, Restaurant- und Pensionsinhaber/-innen, die ihren Betrieb an einen Nachfolger übergeben möchten
  • Existenzgründer/-innen, die ein Hotel, eine Pension oder ein Restaurant übernehmen möchten
  • Bestehende Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe, die Beratungsbedarf hinsichtlich Vermarktung, Qualitätsmanagement und Weiterbildung etc. haben

Interessierte werden um vorherige Anmeldung für die zirka einstündige Einzelberatung bei der Nordeifel Tourismus GmbH an einem der Beratungstage gebeten.

Weitere Informationen liefert ein Flyer, der kostenlos bei der Nordeifel Tourismus GmbH, dem Kreis Euskirchen, in allen Rathäusern im Kreisgebiet sowie auf www.nordeifel-tourismus.de erhältlich ist.

pp/Agentur ProfiPress


Im Kloster St. Maria in Esthal in der Pfalz schauten auch die Schwestern vom Göttlichen Erlöser beim Ukulelenbaukursus zu. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Ukulelenbau im Kloster Steinfeld

Der Gitarrenbauer Dirk Jungbluth aus dem Ruhrgebiet bietet vom 11. bis 18. März 2018 den Kursus an – Teilnehmerzahl streng limitiert – Unterbringung im Gästehaus

Kall-Steinfeld – Marilyn Monroe hat sie in „Manche mögen’s heiß“ gespielt, Stefan Raab hat mit ihr seine gefürchteten Raabigramme begleitet: Die Rede ist von der Ukulele. Wer schon immer die kleine exotische Schwester der Gitarre besitzen wollte, für den bietet der Gitarrenbauer Dirk Jungbluth aus Mülheim eine besondere Gelegenheit.

Im März 2018 wird er im Salvatorianerkloster Steinfeld einen Ukulelenbaukursus anbieten. Vom 11. bis 18. März kann jeder der Teilnehmer ein wertvolles Instrument selbst herstellen. Auswählen dürfen die Ukulelenbauer aus drei Holzarten für den Korpus und ob sie eine Sopran-, Konzert- oder Tenor-Ukulele entstehen lassen wollen. „Die vorbereiteten Hölzer bringe ich selbstverständlich mit“, erzählte Dirk Jungbluth. Nach dem Kursus nimmt er die fertigen Instrumente mit, um sie zu lackieren, anschließend erhalten die fünf Laien ihre Ukulelen.

Die Teilnehmerzahl ist auf fünf Personen begrenzt. Deshalb sollten sich Interessenten jetzt schon bei Dirk Jungbluth per E-Mail anmelden geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, denn es sind bereits einige der raten Plätze vergeben. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.die-saite.de.

Der Kurs kostet 480 Euro. Hinzu kommen 74 Euro täglich für die Vollpension-Unterbringung im Gästehaus des Klosters.

pp/Agentur ProfiPress


Das Team um Büchereileiterin Sabine Züll (2.v.r.) freut sich über den Beschluss des Rates, dass die Bücherei aufgewertet werden soll. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Aufwertung der Bücherei beschlossen

Konzept für Bibliothek der ersten Stufe erarbeitet – Halbe Stelle für diplomierte Kraft – Fördermittel vom Land als Ziel

Kall – Die Gemeindebücherei in Kall soll eine Bibliothek der ersten Stufe werden. Das hat der Gemeinderat kürzlich entschieden. Damit einher geht die Einstellung einer Diplom-Bibliothekarin, die die Arbeit als Halbtagskraft ausübt. Auch am Konzept ändert sich etwas: Qualität statt Quantität ist das Credo, deshalb wird der Medienbestand insgesamt verkleinert und zusätzlich auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten. Die Gemeinde will damit die Attraktivität der Bücherei, die derzeit im Hauptschulgebäude untergebracht ist, steigern. Spätestens Ende 2018 soll die Bücherei dann in das Haus der Begegnung in den Ortskern umziehen.

Ein weiterer wichtiger Grund: Eine Bibliothek der ersten Stufe erhält Fördermittel vom Land Nordrhein-Westfalen. „Es wird für uns immer schwieriger, Sponsoren zu finden. Daher sind wir auf Fördermittel angewiesen“, berichtete Büchereileiterin Sabine Züll. Derzeit ist eine Förderung nicht möglich, denn um Fördermittel zu erlangen, müssen bestimmte Richtlinien erfüllt werden, die von der Bezirksregierung Düsseldorf festgelegt werden. In ständiger Abstimmung mit der Behörde hat Sabine Züll ein Konzept erarbeitet, um diese Richtlinien zu erfüllen. „Dadurch wären wir auf Dauer förderfähig, für die Bücherei ist das ein Quantensprung“, ist Züll überzeugt.

Eine bewilligte Förderung gilt für zehn Jahre. „Das ist für uns ein Bestandsschutz“, so Züll. Außerdem erlaubt es einige Neuerungen – von der Einbeziehung neuer Medien in die tägliche Arbeit bis hin zu Mitarbeiterfortbildungen. Und auch die Aufstockung des Personals um die halbe Stelle für eine Diplom-Bibliothekarin oder einen Diplom-Bibliothekar biete neue Möglichkeiten. „Dadurch sind wir wesentlich vielseitiger aufgestellt.“

Sabine Züll blickt nach dem Ratsbeschluss optimistisch in die Zukunft. So verspricht sie sich natürlich einen Schub für die Bücherei durch den Umzug vom derzeitigen Standort an der Hauptschule direkt an den Bahnhof: „Wir erhalten moderne Räumlichkeiten und können zukunftsorientiert arbeiten.“ Außerdem hofft sie auf einen positiven Effekt durch eine Vernetzung mit den anderen Nutzern im Haus der Begegnung.

Doch bis es so weit ist, ist noch viel zu tun für das Team, das zu einem Großteil aus engagierten ehrenamtlichen Kräften besteht. „Wir müssen unseren Bestand verkleinern“, erzählt sie. Das betrifft hauptsächlich den Sachbuchbereich. „Die Menschen schauen doch meist im Internet nach, wenn sie etwas wissen wollen.“ In der Bücherei sollen künftig Beratung, Schulung, Hilfe bei Recherche oder Kursangebote stärker zum Tragen kommen. Auch sind erst 12.500 der rund 17.000 Medien digital erfasst. Ist die Förderung bewilligt, müssen Sicherheitsetiketten in jedem Medium angebracht werden.

Und dann muss Sabine Züll auch noch aus dem Grobkonzept, das sie bisher auch für den Förderantrag erstellt hat, ein Feinkonzept formen. Aber klar ist: Der Anfang für die Aufwertung der Kaller Gemeindebücherei ist gemacht.

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78 Steinfelder Abiturienten freuten sich über ihr Reifezeugnis. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Steinfelder Abiturienten feierten in der Bürgerhalle

Das Abiturmotto lautet „KlostABIer – ein Abi in Ähren“

 

Kall-Steinfed – 78 Steinfelder Abiturienten nahmen stolz unter anhaltendem Applaus ihrer Eltern, Geschwister, Lehrer und Freunde ihre Reifezeugnisse in Empfang.

Eingeleitet wurde die Abiturfeier, wie es der Steinfelder Tradition entspricht, mit einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika. In der Festpredigt ließ Pater Heinrich Mühlbauer gleichnishaft den Film „Club der toten Dichter“ Revue passieren, um den Englischlehrer John Keating, der seine Schüler mit unkonventionellen Methoden zur Befreiung ihrer Gefühle, zur Individualität und letztlich zur Selbsterkenntnis erzieht, mit dem Provokateur und Unruhestifter Jesus Christus zu vergleichen.

Anknüpfend an das Abiturmotto „Ein Abi in Ähren“ widmete sich Heinrich Latz, Schulleiter des Hermann-Josef-Kollegs, in seiner Festansprache dem Begriff der Ehre, den er mit einem Fontanezitat für die Abiturienten auf folgenden Nenner brachte: „Das flücht'ge Lob, des Tages Ruhm magst du dem Eitlen gönnen; das aber sei dein Heiligtum: Vor dir bestehen können.“

Für die Abiturienten fassten Eva Nagelschmidt und Leonie Trösch ihre Reifezeit in Steinfeld zusammen. Auch die beiden Tutoren der Jahrgangsstufe, Burkhard Ohlerth und Michael Schmitz, ließen noch einmal die Bilder ihres persönlichen Fotoalbums der vergangenen drei Jahre lebendig werden. Besonders lobten sie das große soziale Engagement ihrer Schüler.

Für den musikalischen Rahmen der Feier sorgten der Steinfelder Projektchor, Valentin Hochgürtel und Rosa Hermes, David Andermahr und die Stufenband „Alles Anders“.

Über Preise als bester Mathematiker und Physiker des Jahrgangs durfte sich Christian Reintges freuen. Den Preis der Chemie erhielt Sarah Hönig. Als bester Philosoph wurde Moritz Hübner ausgezeichnet. Den Pater-Jordan-Preis für ihr außerordentliches Engagement für ihre Stufe und die Schule erhielten Patrick Kremer und Michael Thelen. Als Beste unter den Besten mit einem Schnitt von 1,0 wurden Christian Reintges und Sarah Hönig gewürdigt.

Die morgendliche Feier klang aus mit einem Imbiss im Kreuzgang des Klosters und am Abend mit dem Abiturball in der Kaller Bürgerhalle.

pp/Agentur ProfiPress

 


Schulleiter Heinrich Latz begrüßt eine Gruppe des weltberühmten Thomanerchores aus Leipzig in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Thomanerchor zu Gast in Steinfeld

Junge Sänger begeisterten mit höchster Präzision und Musikalität

 

Kall-Steinfeld – Mitglieder des Thomanerchores aus Leipzig haben zwei Wochen mit ihren Geschwistern und Freunden im Kloster Steinfeld verbracht. Der Thomanerchor ist ein weltberühmter Knabenchor mit einer mehr als 800-jährigen Tradition. Kurzfristig hatte sich die Gruppe bereit erklärt, eine Abendmesse in der Basilika Steinfeld mitzugestalten. Im Anschluss gaben sie ein begeisterndes Konzert, in dem sie ihr hervorragendes Können unter Beweis stellten.

Auch in der Aula des HJK gastierten die zirka 30 Jungen des Chores, wo sie einige anspruchsvolle Lieder sangen. Es gelang ihnen auch, mit den anwesenden Schülern in der vollbesetzten Aula einen Kanon zu singen. Am Dirigentenpult stand derweil ein Fünfzehnjähriger, der alles unter Kontrolle hatte.

Unter anderem brachten sie mit höchster Präzision und Musikalität die Motette „Jubilate Deo“ von Orlando di Lasso zu Gehör, danach eine Komposition von J.S. Bach. Mit einem wunderschönen Lied von R. Schumann verabschiedete sich die Gruppe von Steinfeld.

„Es war ein tolles Erlebnis, den jungen Künstlern zuzuhören. Das kurze Konzert hat mit Sicherheit auf unsere Schüler positiv gewirkt, denn danach meldeten sich spontan zwei Schülerinnen beim unseren Projektchor an“, berichtet Musiklehrer Dr. Siegmund Pchalek.

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Der Musikpädagoge Reiner Klein (rotes T-Shirt) musizierte immer wieder mit Flüchtlingen, mittlerweile ist daraus ein vom Land gefördertes Musikprojekt entstanden. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Begegnungscafé feiert Geburtstag

Seit zwei Jahren ist das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall ein beliebter Treffpunkt von neuen und alten Kaller Bürgern im Pfarrheim – Nächste Ausgabe am Freitag, 21. Juli, 9.30 Uhr

Kall – Wenn am Freitag, 21. Juli, ab 9.30 Uhr, das nächste Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall im Pfarrheim St. Nikolaus stattfindet, ist das ein Grund zu feiern. Denn das von Dorothea Muysers und Hartmut Kieven ins Leben gerufene Begegnungscafé hat „Geburtstag“. Seit zwei Jahren ist es an jedem dritten Freitag im Monat eine echte Bereicherung für das Gemeindeleben.

„Damals sind so viele Menschen in unser Land gekommen. Da haben wir uns gefragt, wie wir alte und neue Nachbarn auf alltäglicher Basis miteinander verbinden können“, berichtet Muysers. Schnell war klar: Auch wenn die Essgewohnheiten sich auf der ganzen Welt unterscheiden, auf ein ordentliches Frühstück können sich alle einigen.

Verstärkung boten die Damen aus dem Pfarrgemeinderat St. Nikolaus um Waltraud Tümmler an. Die hatten bereits im Jahr 2014 erfolgreich ein Café für Flüchtlinge organisiert, das regen Zuspruch fand. „Die Flüchtlingshilfe brauchte Unterstützung und meine Devise lautet: Das, was ich tun kann, tue ich sehr gerne.“ Flugs hatte Waltraud Tümmler weitere Mitstreiterinnen aktiviert. Und so packten Marianne Berners, Maria Schmitz, Gertrud Schütten, Annemie Söns und Helga Weckmann fleißig mit an – das Team ist auch heute noch die tragende Säule des Begegnungscafés. Seit rund einem Jahr helfen auch Flüchtlingsfrauen mit, etwa Rania Osman und Leyla Ali.

Pfarrer Hans Joachim Hellwig stellte das Pfarrheim für das erste Begegnungscafé, das am 23. Juli 2015 stattfand, zur Verfügung. Die Bäckerei Milz stiftet jedes Mal 250 Brötchen, viele Monate war auch Rewe einer der Sponsoren. Zur ersten Auflage des Begegnungscafés kamen mehr als 200 Leute aus 26 Nationen ins Pfarrheim – darunter natürlich auch viele Einheimische, die die neuen Mitbürger kennenlernen wollten. „Das Begegnungscafé ist zu einem echten Treffpunkt geworden“, berichtet die Kaller Integrationsbeauftragte Alice Gempfer, die heute für die Koordination zuständig ist. Ob Landtagsabgeordnete oder Lokalpolitiker, Künstler, Pfarrer aller Konfessionen, Vertreter von Verwaltung, Wohlfahrtsverbänden oder Senioren: Sie alle statteten dem Begegnungscafé ihren Besuch ab. Immer wieder beliebt sind die Sessions mit Musikpädagoge Reiner Klein beim Begegnungscafé. Daraus hat sich mittlerweile unter dem Namen Kalimba ein internationales Musikprojekt in Kall entwickelt, das seit Kurzem sogar vom Land NRW gefördert wird.

Die Organisation der „Geburtstagsausgabe“ des Begegnungscafés unterstützt Miguelina Draht. Sie hat zahlreiche „neue Nachbarn“ angesprochen und sie für den Tag um kalte Frühstücksleckereien aus ihrem Heimatland gebeten. Denn die Flüchtlinge selbst sollen diesmal das Begegnungscafé verstärkt mitorganisieren. „Sie haben mittlerweile die Kontakte, sie sprechen unsere Sprache, sie sind jetzt so weit“, findet Dorothea Muysers.

Tatsächlich sollen sich die bisherigen Helferinnen um Waltraud Tümmler auch zurücklehnen können und einmal in Ruhe frühstücken. Bisher haben sie schon donnerstags das Pfarrheim hergerichtet, freitags waren sie schon ganz früh auf den Beinen und haben zu Hause gefrühstückt, weil sie während des Cafés nicht dazu kamen. „Am 21. Juli dürfen sie sich einfach mal bedienen lassen“, sagt Miguelina Draht. Die stets emsige Golbacherin Tümmler ist sich aber jetzt schon sicher: „Ich glaube nicht, dass ich einfach ruhig sitzen bleiben kann, ohne zu helfen.“

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Vier Stunden lang tanzten im Saal Gier die Schocker-Würfel über die Spieltische. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Der Sieger räumte kräftig ab

Uwe Reifferscheidt gewann die dritte Schockermeisterschaft in Kall – „Luisjen Cup“ ging in die Stadt Mechernich – Der Deutsche Eishockeybund stiftete Maskottchen und die VR-Bank Nordeifel die Siegerpokale – „Schlusslicht“ ging an Ehefrau des Turnierleiters

Kall – Bis auf den letzten Platz besetzt waren die zehn Spieltische, an denen Schockerfreunde aus dem ganzen Kreis Euskirchen im Saal der Gaststätte Gier in Kall knapp vier Stunden lang um Preise und Pokale kämpften. Bei der dritten Kaller Würfel-Meisterschaft ging es zum zweiten Mal um den „Luisjen Cup“, der an die Kultwirtin und frühere Gaststätten-Besitzerin Luise Gier erinnert.

Der Cup ging diesmal in die Stadt Mechernich, denn der neue Schockermeister Uwe Reifferscheidt wohnt in Vollem. Reifferscheidt hatte die höchste Punktzahl erreicht und auch die meisten Schock-Aus erzielt und damit das Turnier souverän gewonnen. Der siegreiche Tontechniker des Kölner WDR hatte Hände zu wenig, um die Siegerpokale und die dazugehörigen Preise zu tragen. Schwiegermutter Helene Kronenberg musste mit anpacken.

Zur dritten Meisterschaft konnten der Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier, Uwe Schubinski, und Turnierleiter Reiner Züll Teilnehmer aus der Gemeinde Kall, aus der Stadt Mechernich, der Stadt Zülpich, aus Rommelsheim, aus Udenbreth und sogar einen Schocker aus Belgien begrüßen. In drei Durchgängen mit je 15 Partien ließen die Spieler die Würfel über die Tische tanzen, um möglichst viele Punkte und Schock-Aus-Würfe zu erreichen.

Wird das beliebte und überall bekannte Würfelspiel „Schocken“ in den Eifeler Kneipen meistens nach unterschiedlichen Regeln gespielt, so gilt bei der Kaller Meisterschaft ein bestimmtes und einheitliches Turnier-Reglement.  „Bei allem Eifer, der Spaß soll dabei im Mittelpunkt stehen“, so Uwe Schubinski.

Der Tisch mit den Siegerpreisen war diesmal besonders reich gedeckt, weil der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier im Deutschen Eishockey-Bund (DEB) einen besonders großzügigen Sponsor gefunden hatte. Der DEB hatte dem Verein für das Turnier eine große Anzahl der WM-Maskottchen „Asterix und Obelix“ zur Verfügung gestellt. Somit konnte die Turnierleitung die besten Schocker bis zu Platz 20 mit Preisen auszeichnen. Die Siegerpokale für die drei ersten Plätze hatte diesmal die VR-Bank Nordeifel gestiftet.

Bei der Siegerehrung, die erst nach Mitternacht erfolgte, hatten Vereinsvorsitzender Uwe Schubinski, Turnierleiter Reiner Züll und Bernd Jaschke von der VR-Bank Nordeifel alle Hände voll zu tun, um Pokale und Preise an die Sieger zu überreichen. Neben dem von Enkel Andreas Gier gestifteten „Luisjen Cup“ bekam Turniersieger Uwe Reifferscheidt, der 165 Punkte erzielt hatte, den Siegerpokal der VR-Bank und auch den Wanderpokal des Schock-Aus-Königs. 22 Mal hatte der Spieler aus Vollem drei Einsen (Schock aus) erzielt.

Zweiter der Meisterschaft wurde der Kaller Mitspieler Berthold Jansen mit 158 Punkten und 18 Schock-Aus vor dem Zülpicher Marvin Stüsser, der ebenfalls 158 Punkte erzielte, aber nur 17 Volltreffer erreichte. Erfolgreichste Frau und Gewinnerin des Wanderpokals für die beste Dame war Nadja Sauerbier aus Kall-Anstois. Sie hatte am Ende 144 Punkte und 13 Mal Schock aus erreicht.

Für den glücklosesten Mitspieler des Turniers denkt sich Spielleiter Reiner Züll mit einer Ehefrau stets eine besondere kreative Überraschung aus. Diesmal hatte sich Ehefrau Angelika mit der Gestaltung der „roten Laterne“ besonders viel Mühe gegeben. Sie hatte geklebt, gebohrt und geschraubt und eine goldene Ananas, eine dicke rote Kerze und einen kleinen Vogel, der eine Bauchlandung macht, als Ensemble auf ein Holztablett platziert und als Geschenk verpackt.

Dafür lief es für sie beim Turnier nicht so gut. Nach drei Durchgängen hatte sie nur 107 Punkte und zwölf Schock aus erreicht und damit den letzten Platz belegt. Somit musste die Turnierleitung ihr bei der Siegerehrung das tolle Schlusslicht-Präsent übereichen, das sie selbst kreiert hatte. Bei der vierten Meisterschaft, die für Freitag, 1. Dezember, als Nikolaus-Turnier mit einigen Überraschungen geplant ist, soll das schöne Präsent dann einen anderen Besitzer finden.

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Die Violinistin Judith Stapf aus Rheinbach hat ein Kammermusikensemble aus Studenten der Barenboim-Said-Akademie zusammengestellt, das in Steinfeld auftritt. Foto: Markus Bollen/pp/Agentur ProfiPress

„Sommernachtsmusik“ im Kloster Steinfeld

Zweites Konzert in der Reihe „KlangRaum Steinfeld“ – Kammermusikensemble der Barenboim-Said-Akademie Berlin zu Gast in der Klosterbibliothek

Kall-Steinfeld – Sommernachtsmusik steht am Samstag, 15. Juli, 19 Uhr, im Kloster Steinfeld auf dem Programm. Zur zweiten Veranstaltung der Kammermusikreihe „KlangRaum Steinfeld“ begrüßt die Stiftung Kloster Steinfeld ein Kammermusikensemble aus Studierenden der renommierten Barenboim-Said-Akademie aus Berlin in der Klosterbibliothek. Die Musikstudenten werden unter anderem Werke von Maurice Ravel, Georg Friedrich Händel, Johan Halvorsen und Pjotr Iljitsch Tschaikowski interpretieren.

Für das Programm zeichnet sich die Barenboim-Said-Studentin Judith Stapf aus Rheinbach mit ihrer Mutter Silke und Vater Wolfgang Klein-Richter, beides renommierte Lehrer und Dozenten, verantwortlich. Den Auftakt in der Konzertreihe, die sich in ihrem ersten Jahr den Jahreszeiten widmet, gestalteten Judith Stapf und Pianist Yuhao Guo Ende April zum Thema Frühlingserwachen. Am 10. September, zum Ende der ersten Saison, werden die Zuschauer auf die Reise durch Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mitgenommen.

Karten für die Konzerte in der Klosterbibliothek gibt es per Telefon unter 02225/12240, per E-Mail (geschützte E-Mail-Adresse als Grafik) und im Kloster an der Pforte und im Café. Erwachsene zahlen 20 Euro, Studenten und Schüler zehn Euro.

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Diese drei Damen besuchen das Frauencafé und verbringen dort ihre Zeit mit Stricken. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bei Problemen hilft der Sheriff

Alles neu in der Zentralen Flüchtlingsunterkunft nach dem Betreiberwechsel Anfang April – Derzeit leben 175 Menschen aus 22 Nationen in der Unterbringungseinrichtung – Gute Zusammenarbeit mit Gemeinde Kall

Kall – Auf den ersten Blick fällt nichts auf, was sich in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge an der Messerschmittstraße in Kall geändert hat. Selbst die vom syrischen Künstler Kaniwar Avrone gemalten Bilder sind alle noch an den Wänden und verschönern die verwinkelten Gänge in dem einst von Glas Funke genutzten Industriegebäude.

Doch beim genauen Hinsehen fallen dann doch Änderungen auf. Das betrifft zu großen Teilen die Menschen innerhalb der ZUE. Denn wegen eines Betreiberwechsels wurden nicht nur die Mitarbeiter ausgetauscht (auch wenn einige Angestellte des alten Betreibers vom neuen übernommen wurden). Bis Ende März mussten auch alle Bewohner die Einrichtung verlassen – das ist bei einem Betreiberwechsel so üblich.

„Das Gebäude war komplett leer, als wir es übernommen haben“, berichtet Betreuungsleiter Alf Skolik vom Essener Betreiber European Homecare, der am bisherigen Konzept festhalten wird. Interieur ist mittlerweile wieder ausreichend vorhanden, von Büromöbeln über Betten und Schränke in den für 300 Menschen ausgelegten Wohnboxen bis hin zu neuen Möbeln in der nun freundlicher gestalteten Mensa, die sich zwischen den beiden Wohnhallen befindet. Und auch Bewohner hat die ZUE wieder: 175 an der Zahl, darunter 68 Kinder und Jugendliche. 22 Nationen sind vertreten, die meisten aus dem Iran, Irak, Afghanistan, Nigeria, Syrien, Somalia, Eritrea und auch Russland.

Skolik selbst und ein Großteil der insgesamt 35 Mitarbeiter in den Bereichen Betreuung, Küche, Hausmeister, Reinigung, Sanitätsdienst, Kinderbetreuung und Verwaltung haben vorher in Kerpen gearbeitet. Dort hatte es wie in Kall einen Betreiberwechsel gegeben. Die Kaller Einrichtung wird vom Land finanziert, die Bezirksregierung Köln ist für sie zuständig, Einrichtungsleiter Ralf Caron sitzt zwei Zimmer neben Alf Skoliks Büro. „Mindestens zweimal pro Woche tauschen wir uns aus“, erzählt Skolik.

Beschäftigung und Fürsorgepflicht

Was auffällt: European Homecare gibt den Flüchtlingen einerseits genug Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. So werden DVD-Abende veranstaltet und Kickerturniere, es gibt eine Theater-AG und es wurden Fahrten nach Köln, etwa zu Musicals und sogar zum DFB-Pokalfinale der Frauen, organsiert. Auch autogenes Training, Bastel-, Mal- und Schwimmkurse werden angeboten. „Ich würde gerne noch einen Spielplatz auf dem Hof errichten“, berichtet Alf Skolik.

Andererseits wissen die Mitarbeiter von European Homecare aber auch um ihre Fürsorgepflicht für die Bewohner. Einer Mitarbeiterin war es ein Herzensanliegen, ein Frauencafé anzubieten. Darin wird nicht nur geschwätzt, gestrickt und sogar getanzt. Darin geht es auch um Dinge wie Körperpflege und Verhütung. Hin und wieder sind auch Mitarbeiter von Frauenberatungsstellen zu Gast.

Ein Sozialarbeiter nimmt besonders Neuankömmlinge sprichwörtlich an die Hand, zeigt ihnen, wie sie in die Kaller Ortsmitte kommen oder ins Gewerbegebiet, ohne den Verkehr und sich selbst zu gefährden, denn es war in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass Flüchtlinge über die stark befahrende Landesstraße spaziert waren. „Wir zeigen ihnen einmal Kall, wo der Bahnhof ist und wie sie ein Ticket ziehen können“, sagt Skolik.

Von montags bis freitags wird eine Kinderbetreuung im einrichtungseigenen Kindergarten angeboten. Zwei Mitarbeiter bieten außerdem Deutschkurse für Kinder und Erwachsene an. „Dafür gibt es sogar ein Zertifikat. Das ist zwar nicht offiziell, aber man hat dennoch etwas in der Hand“, beschreibt es Skolik.

Einige der Bewohner sind wegen schrecklicher Dinge vor und während der Flucht traumatisiert. Diesen vermittelt der Sanitätsdienst Termine bei einer psychologischen Praxis oder bei einem Psychiater. Zweimal die Woche steht ein Arzt zur Verfügung. Und wenn es mal Probleme gibt, fragen die Flüchtlinge einfach den „Sheriff“. Damit ist Mohammad Sheriff gemeint, ein Betreuer, der am Infopunkt den Bewohnern mit Rat und Tat zur Seite steht.

European Homecare setzt auch auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kall. Es gibt runde Tische, auch bei der von Skolik angestoßenen Spielplatzplanung konnten Gemeindevertreter helfen. Deshalb kommt er zu dem Schluss: „Wir sind hier total gut aufgenommen worden und fühlen uns sehr wohl.“

pp/Agentur ProfiPress


Die Band-AG der St.-Nikolaus-Schule Kall musizierte gemeinsam mit den Bläck Fööss. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Affrocke mit den Bläck Fööss

Drei Bandmitglieder der beliebten Kölner Mundartgruppe musizierten mit der Band der St.-Nikolaus-Schule in Kall – Lehrer Jochen Fink hatte den Kontakt über den neuen Fööss-Sänger Mirko Bäumer hergestellt – Schüler bei Turnhallen-Konzert außer Rand und Band

Kall – Die Turnhalle der St.-Nikolaus-Schule hat sich kürzlich in einen Konzertsaal verwandelt – und zugejubelt wurde niemand geringerem als den Bläck Fööss. Zumindest ein Teil der beliebten Kölner Mundartgruppe, deren Songs schon lange Klassikerstatus erreicht haben, ist in die Kaller Schule gekommen: Gitarrist Bömmel Lückerath, Bassist Hartmut Priess und Sänger Mirko Bäumer.

Doch die Drei-Siebtel-Bläck-Fööss standen selbstverständlich nicht alleine vor den Schülern. Sie ließen sich von der Schulband verstärken, der auch die Lehrer Rita Kober-Theilken, Jochen Fink und Karten Liebl angehören. Als Frontsänger taten sich die Schüler Laura und Benedikt hervor. Für die hatte Bömmel Lückerath wirklich viel Lob übrig: „An »Zesammestonn« haben sich schon viele Sänger probiert, das ist nicht einfach, aber wie die Laura das gesungen hat, war schon toll.“

Seit 15 Jahren besuchen die Bläck Fööss immer wieder Schulen, hauptsächlich in Köln, und musizieren gemeinsam. Lückerath, Priess und Bäumers Vorgänger Kafi Biermann wurden für dieses Engagement sogar schon ausgezeichnet. Natürlich soll das Spaß machen, aber es gibt noch einen dringlichen Grund. „Wir möchten dazu beitragen, dass die kölsche Mundart erhalten bleibt“, erklärt Bömmel Lückerath. Auch für Hartmut Priess ist die Arbeit mit den Schülern aller Schulformen eine Selbstverständlichkeit und für die Schüler eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag.

Den Kontakt zu den „Fööss“ hatte Lehrer Jochen Fink hergestellt. Schon seit einem Vierteljahrhundert musiziert der Schlagzeuger gemeinsam mit Mirko Bäumer, der erst seit Anfang des Jahres Sänger der Bläck Fööss ist – unter anderem bei der Band Trademark, die einen hohen Bekanntheitsgrad in Asien besitzt und bei der der Sohn von Wolfgang Petry sang, aber auch bei der Coverband The Queen Kings, die schon so manches Konzert in der Eifel gegeben hat.

„Ursprünglich wollten wir zum Mitsingkonzert der Bläck Fööss für Schulen in die Kölner Philharmonie, aber als auswärtige Schule hat man da keine Chance“, erzählt Fink. Als sein früherer Mitstreiter Mirko Bäumer aber die Nachfolge von Kafi Biermann antrat, sprach Fink den Sänger einfach an – und die Sache war geritzt.

Höhepunkt für die Band-AG

Die Mitglieder der AG „Die Band“ hatten sich natürlich auf den Auftritt des Bläck-Fööss-Trios vorbereitet. Aber vor dem Konzert in der Turnhalle – laut Fink der bisherige Höhepunkt in der Geschichte der 2009 gegründeten AG – nahmen sich die Kölner noch die Zeit für eine gemeinsame Probe und merkten schnell: In der St.-Nikolaus-Schule in Kall ist die Musik etwas ganz Besonderes. „In der Band mitzuwirken ist supermotivierend, außerdem haben die Schüler eine Möglichkeit, sich zu präsentieren“, erklärt Fink.

Das taten aber nicht nur die Bandmitglieder: Beim Lied „Pirate“, das eigentlich von der Gruppe Kasalla ist, das die Schulband aber auch einstudiert hatte, trat einer der Schüler, Daniel, vor das Publikum und tanzte. „Daniel, willst du noch mal?“, fragte Bömmel Lückerath. Daniel wollte – und so wiederholten die Profi- und Schulmusiker den Refrain noch einmal, wieder tänzerisch begleitet von einem überglücklichen Daniel.

Auf ruhige Stücke aus ihrem riesigen Repertoire verzichteten die Fööss – mit einer Ausnahme. „Wir haben gehört, dass es hier eine Lehrerin gibt, die Kathrin heißt und auf keinen Fall das folgende Lied hören wollte, was für uns natürlich ein Ansporn ist, es genau deswegen zu spielen“, sagte Mirko Bäumer scherzend in Richtung der stellvertretenden Schulleiterin Kathrin Kuhls und stimmte das Lied von der „Katrin“ an, die sich allerdings ohne „h“ in der Mitte schreibt. Schüler und Lehrer schunkelten dabei alle mit.

Ansonsten wurde „affjerock“, wie Bömmel Lückerath es ausdrückte. „En d’r Kayjass Nummer Null“, „Unsere Stammbaum“ und ganz besonders „Achterbahn“ rissen die Schüler und Lehrer alle mit. „Es war ein sehr schöner Tag mit euch in Kall in der Eifel“, bedankte sich Lückerath und bat um Sonderapplaus für „die tolle Schulband“.

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Bestsellerautorin Kerstin Gier kommt nach Steinfeld zur Lit.Eifel. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Kerstin Gier: Vorverkauf gestartet

Erfolgsautorin präsentiert bei der Lit.Eifel ihr neues Buch „Wolkenschloss“

Kall-Steinfeld – Der Kartenvorverkauf für die Lit.Eifel-Lesung mit Kerstin Gier hat begonnen. Termin ist zwar erst der Sonntag, 19. November, um 19.30 Uhr, im Hermann-Josef-Kolleg in Kall-Steinfeld. Doch die Verantwortlichen empfehlen, sich rechtzeitig um Tickets zu kümmern, weil das Interesse an der Veranstaltung mit der Bestsellerautorin erwartungsgemäß groß sein dürfte.

Präsentieren wird Gier ihr dann noch druckfrisches Buch „Wolkenschloss“, an dem sie aktuell arbeitet. Ein bisschen mystisch, ein bisschen Krimi, aber trotzdem kuschelig: So kündigt die Erfolgsautorin ihren neuen Roman an. Das „Wolkenschloss“ liegt hoch oben in den Schweizer Bergen, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Ein magischer Ort für eine Heldin, die ein bisschen zu neugierig ist und das Abenteuer ihres Lebens erlebt.

Der Eintritt zur Lesung kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Alle Lit.Eifel-Termine und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

pp/Agentur ProfiPress


Anlässlich seines 80. Geburtstages hatte Oskar Hörnchen (rechts) aus Eichen auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für die Hilfsgruppe Eifel gebeten. Jetzt übergab er Willi Greuel den stolzen Betrag von 1230 Euro. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Eine Spende von 500 Euro konnte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel von Carmen Karwanska und Dennis Bubenzer entgegennehmen. Das Geld war bei der Erdbeer-, Waffel- und Spargelschäl-Aktion im Möbelhaus Brucker zusammengekommen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Spenden statt Geschenke

Die Hilfsgruppe Eifel wurde von zwei Geburtstagskindern überrascht – Auch die Firmen Brucker und Trivago spendeten Aktions-Erlöse – Familienfest in Urft soll wiederholt werden Kall/Roggendorf – „Dieses schöne Fest schreit nach Wiederholung“, bilanzierte der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel, das Ergebnis des großen Familienfestes, das die Hilfsgruppe anlässlich des 25-jährigen Bestehens zusammen mit dem Jugendgästehaus „Haus Dalbenden“ in Urft gefeiert hatte, das in diesem Jahr auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Auch wenn das Fest am Nachmittag wegen heftiger Regengüsse vorzeitig beendet werden musste, sei es dennoch ein Erfolg gewesen. Beim jüngsten Monatstreffen der Kaller Kinderkrebshilfe sprach Greuel von einer tollen und entspannten Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Trägerverein des Jugendgästehauses. Das erste Familienfest auf der riesigen Festwiese sei eine gelungene Premiere gewesen. Es würden weitere gemeinsame Fest folgen. Die Hilfsgruppe werde sich bemühen bis zum nächsten Jahr das Parkplatzproblem zu lösen. Im Verlauf der Versammlung im Restaurant Zagreb in Roggendorf überraschte der 80-jährige Oskar Hörnchen aus Ingersberg-Eichen die Mitglieder der Hilfsgruppe. Er überbrachte einen Briefumschlag mit 1230 Euro. Hörnchen hatte an dem Tag, als die Hilfsgruppe das Familienfest in Urft veranstaltete, in Eichen seinen 80. Geburtstag gefeiert. Er wollte keine Geschenke haben und hatte stattdessen um Spenden für die Hilfsgruppe gebeten. Gleiches hatte auch der Vussemer Matthias Vogelsberg getan, der im Mai seinen runden Geburtstag gefeiert und der Hilfsgruppe 1500 Euro überwiesen hatte. 500 Euro bekam die Hilfsgruppe vom Kaller Möbelhaus Brucker. Es war der Erlös der Erdbeer- und Spargelaktion, bei der Eifeler Köche im Möbelhaus Spargel geschält hatten. Ebenfalls 500 Euro waren von einem Verein aus Aachen an die Hilfsgruppe überwiesen worden. Diese Zahlung war allerdings innerhalb eines Strafverfahrens auf Geheiß der Staatsanwaltschaft angeordnet worden. Überrascht wurde die Hilfsgruppe auch von einer Spende der Trivago GmbH aus Düsseldorf. Das Hotelbuchungsportal spendet jedes Jahr ein Prozent seines Jahresgewinnes an Wohltätigkeitsorganisationen. Zwischen April und Mai können Mitarbeiter in einem Team Projekte vorstellen, die sie gern unterstützen möchten. Jeder Einzelne im Team kann anschließend entscheiden, an welche Organisation sein Anteil von einem Prozent gespendet werden soll. Die Hilfsgruppe hatte bei der Trivago GmbH offensichtlich einen guten Fürsprecher: 8630,14 Euro wurden jetzt auf das Konto der Hilfsgruppe überwiesen. pp/Agentur ProfiPress